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Deutschland unterstützt Tunesien beim Ausbau der Solarenergie

Berlin – Tunesien plant, den Anteil erneuerbarer Energien erheblich zu steigern. Unterstützung bekommt das nordafrikanische Land dabei aus Deutschland vom Bundesumweltministerium. Insgesamt sollen langfristig 112 Millionen Euro nach Tunesien fließen.

Durch seine geografische Lage am Rand der Sahara bietet Tunesien optimale Voraussetzungen für die Nutzung der Solarenergie. Bislang wurde Solarenergie lediglich für kleinere Anwendungen zur Warmwasser- und Stromerzeugung genutzt. Das soll sich ändern.

Anteil an Solarenergie soll stark ausgebaut werden
Tunesien hat in seinem „Solarplan“ festgesetzt, bis zum Jahr 2020 den Anteil erneuerbarer Energien auf etwa 16 Prozent zu erhöhen. 32 Prozent davon sollen aus Solarenergie gewonnen werden. Bis 2030 soll der Anteil der regenerativen Energien insgesamt dann auf 30 Prozent steigen. Alleine die Solarenergie soll dann 41 Prozent abdecken. Bei dem ersten nun geplanten Projekt handelt es sich um den Bau einer Photovoltaik-Anlage in der Nähe der Stadt Tozeur mit einer Spitzenleistung von zehn Megawatt.

Nachhaltige Entwicklung in Tunesien

Das Bundesumweltministerium (BMUB) unterstützt das Projekt in den kommenden vier Jahren mit 9,8 Millionen Euro. Das Geld stammt aus Mitteln der internationalen Klimafinanzierung ihres Ministeriums. Insgesamt stellt das Ministerium Förderzusagen von 112 Millionen Euro in Form von Darlehen und Fördermitteln bereit. In den vier Jahren wird die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) den Solarplan im Auftrag des BMUB begleiten. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) erklärte zu den Förderungen: „Der Umbau des Energiesystems unterstützt Tunesien bei seiner wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung. Zugleich erhält das Land die Chance, seine hohe Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und Energieimporten zu verringern. Der Ausbau von erneuerbaren Energien zeigt, dass Ökonomie und Ökologie gleichermaßen wichtig für eine nachhaltige Entwicklung sind.“ Deutschland gilt beim Umbau des Energiesektors als einer der wichtigsten Partner Tunesiens und stellt sowohl Entwicklungskrediten als auch ökonomische und politische Expertise sowie innovative Technologien zur Verfügung.

© IWR, 2015

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04.09.2015