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Globale Photovoltaik-Leistung erreicht 300.000 Megawatt

Berlin – Die globale Nutzung der Solarenergie ist weiter auf Wachstumskurs. Inzwischen sind weltweit Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung von 300.000 Megawatt installiert. Diese Schallmauer hatte die Windenergie bereits Ende 2013 durchbrochen.

Die Photovoltaik-Technik setzt ihr globales Wachstum fort und erreicht mit einer insgesamt installierten solaren Kraftwerksleistung von 300.000 Megawatt (MW) einen Meilenstein. Das teilte der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) auf Basis eigener Berechnungen mit. Im Bereich der Windenergie ist der Weltmarkt schon ein ganzes Stück weiter. Die Marke von 300.000 MW wurde bereits Ende 2013 geknackt, der aktuelle Ausbaustand dürfte weltweit an Land und auf See bei rund 470.000 MW liegen.

China bleibt wichtigster Markt vor USA und Japan

Im abgelaufenen Jahr 2016 sind laut BSW-Solar weltweit Solarstromanlagen mit einer Nennleistung von rund 70.000 MW neu hinzugekommen. Das seien rund 30 Prozent mehr als im Vorjahr 2015, so der Verband. Geht man jedoch von einem Photovoltaik-Zubau in Höhe von 50.000 MW im Jahr 2015 aus, so entspricht der Zubau im Jahr 2016 sogar einem Marktwachstum von 40 Prozent.

China stoppt Kohlekraftwerke

Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar, stellt fest: "Die Nutzung von Solarenergie hat in vielen Ländern der Welt an Fahrt aufgenommen. Weltweit wächst der Energiehunger und immer mehr Regierungen und Investoren entscheiden sich für saubere Energieformen." So habe Chinas Nationale Energiebehörde (NEA) den Bau von rund 100 Kohlekraftwerken mit einer Nennleistung von mehr als 100.000 MW gestoppt und zugleich im Jahr 2016 Photovoltaikanlagen mit einer Nennleistung von rund 34.000 MW installiert. Damit war das Reich der Mitte der größte Absatzmarkt. Dahinter folgen laut BSW-Solar die USA mit rund 13.000 MW und Japan mit rund 9.000 MW. Auch in Indien entwickelt sich ein starker Photovoltaikmarkt, Prognosen erwarten 2017 einen Zubau von 8.000 bis 9.000 MW.

Solarstrom entwickelt sich vom Klimaschützer zum Sparfaktor

Laut BSW-Solar hat das Weltwirtschaftsforum (WEF) in einer aktuellen Studie zudem festgestellt, dass Photovoltaik in mehr als 30 Ländern mittlerweile so günstig ist, dass sie dort bereits ohne Förderung wirtschaftlich betrieben werden kann. In einer zunehmenden Zahl von Ländern sei es wirtschaftlicher, in Solar- und Windkraftanlagen zu investieren als in Kohlekraftwerke. In einer Studie für Agora Energiewende kam das Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme bereits 2015 zu dem Schluss, dass die Sonnenenergie schon bald in vielen Teilen der Welt die günstigste Stromquelle sein wird.

© IWR, 2017

30.01.2017