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Trendwende auf dem globalen Solarmarkt 2019 erwartet

© Fotolia© FotoliaTaipeh - Der weltweite Solarmarkt 2018 war nach einer taiwanesischen Studie turbulent und durch eine Reihe von Höhen und Tiefen gekennzeichnet. Doch 2019 wird eine positive Trendwende erwartet, die Nachfrage soll auf einen Rekord zusteuern.

Laut einer Analyse des taiwanesischen Beratungs- und Forschungsunternehmens Trendforce Corp. war 2018 ein Jahr der extremen Unsicherheit in der gesamten Wertschöpfungskette der Solarbranche. Ursache waren politische Maßnahmen in verschiedenen Ländern, deren Wechselwirkungen kaum eine zuverlässige Planung ermöglichten.

Globaler Solarmarkt 2018 in politischen Turbulenzen
Der globale Solarmarkt 2018 war nach Angaben von Trendforce vor allem durch externe Faktoren aus der Politik gekennzeichnet, u.a. durch Einflüsse aus den USA (US Trade Act, Section 201 und 301), in China durch die Ankündigung "531 New Policy", in Indien durch die Auferlegung von Schutzzöllen (25% Aufschlag) für Importe von Solarzellen aus China und Malaysia sowie das Auslaufen der Mindestpreise für Solarprodukte durch die EU-Kommission in Europa. Das Ausbremsen des chinesischen PV-Heimatmarktes wurde durch Exporte chinesischer Unternehmen ins Ausland kompensiert, so dass der Gesamtmarkt nicht so stark ausgebremst wie ursprünglich erwartet wurde. Die erwartete neu installierte globale PV-Kapazität für 2018 wird mit 103,3 GW (103.300 MW) angegeben. Auf China entfallen 43% des Marktvolumens, vor den USA (11%), Indien (95) auf Platz drei und Japan mit 6 Prozent (Rang 4).

TrendForce erwartet ab 2018 jedes Jahr über 100.000 MW neue PV-Leistung
Für das Jahr 2019 erwartet TrendForce eine neu installierte Photovoltaik-Gesamtleistung von rd. 111.000 MW, das ist ein Anstieg um 7,7 Prozent gegenüber 2018. TrendForce geht für 2019 auch deutlich mehr GW-Scale Märkten aus. Mit dem Anstieg der GW-Scale Märkte wird der Solarmarkt insgesamt breiter, stabiler und damit immer weniger anfällig für heftige Schwankungen.

Preise für Solarstrom sinken - Stromgestehungskosten werden zur Benchmark
Mit den stetig sinkenden Preisen für Solarzellen und -module werden die staatlichen Vergütungnssätze stetig reduziert und die Stromgestehungskosten (LCOE) rücken immer stärker in den Fokus. Die Penetrationsrate für nicht staatlich gestützte PV-Projekte steigt kontinuierlich an. Auch kann der Markt die staatliche Abhängigkeit durch die Kombination von Solarprodukten und den Einsatz von Speichersystemen bzw. smart grids sukzessive reduzieren. Dies wird in der Zukunft zu einer höheren Stabilität auf den Solarmärkten führen, so die Prognose von TrendForce.

© IWR, 2019


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17.01.2019

 



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