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Börse KW 25/20: RENIXX mit Schwung aus der Corona-Krise? Sunrun Erfolg bei virtuellen Kraftwerken – Ørsted Meilenstein - Überraschung bei Siemens Gamesa - Vestas Großaufträge

© BSB / IWR© BSB / IWRMünster - Der globale Aktienindex für erneuerbare Energien RENIXX-World (ISIN: DE000RENX014) hat in der letzten Woche wieder zugelegt und deutlich über der 800 Punkte-Marke geschlossen. Auf Jahressicht ist der Corona-Crash fast ausgebügelt.

Im Wochenverlauf hat der RENIXX World um 4,5 Prozent auf 827,69 Punkte zugelegt. Damit steht seit Jahresbeginn bereits wieder ein Gewinn von 23,1 Prozent zu Buche. Im Chartbild ist deutlich ein V-förmiger Verlauf des RENIXX zu sehen. Bleibt noch abzuwarten, ob die reale Wirtschaft mit den folgenden "harten" Quartalszahlen die optimistische Investorenerwartung bestätigen kann.

Green Plains führt RENIXX-Ranking an, Sunrun startet virtuelle Kraftwerke
Bester Titel im RENIXX ist die Aktie von Green Plains. Der Aktienkurs befindet sich nach einem heftigen Corona-Crash und anschließender Seitwärtsbewegung seit Mai wieder auf dem Wachstumspfad. Kursrelevante Meldungen liegen aktuell nicht vor, allerdings legt der Green Plains Kurs in der letzten Woche um 15,3 Prozent auf 9,40 Euro zu. Aufs Jahr gesehen reduziert sich das Kursminus damit auf 30 Prozent (Jahresend-Schlusskurs 2019: 13,40 Euro).

Zweitbester RENIXX-Titel in der letzten Woche ist Sunrun. Der US-Solarvertrieb aus San Francisco hat in der letzten Woche Kooperationen mit den Energieversorgern Southern California Edison (SCE) sowie Orange & Rocklang bekannt gegeben, bei denen es um die Vernetzung von jeweils rd. 300 Sunrun Energiespeichern zu einem virtuellen Kraftwerk geht. Die Speicher werden in Südkalifornien bzw. in New York betrieben. Der Sunrun-Aktienkurs klettert in der letzten Woche um 11,7 Prozent auf 17,78 Euro. Seit Anfang des Jahres ergibt sich für Sunrun damit ein Kursplus von 43,3 Prozent (Jahresend-Schlusskurs 2019: 12,41 Euro).

Ørsted erreicht Meilenstein
Der dänische Energieversorger und Offshore-Windenergie-Spezialist Ørsted hat sich von einem ehemals kohleintensiven Stromversorger zum Weltmarktführer in Sachen Offshore-Windenergie gewandelt. Das Unternehmen erreicht nun einen Meilenstein: installiert wurde die 1.500ste Windkraftanlage in der Firmengeschichte. Auch in Zukunft möchte Ørsted im Bereich Offshore-Windenergie weiter kräftig wachsen und plant bis 2025 einen Ausbau der unternehmenseigenen Offshore-Kapazitäten auf weltweit 15.000 MW. Die Ørsted-Aktie gewinnt in der letzten Woche 2,2 Prozent auf 103,05 Euro. Das entspricht seit Jahresanfang einem Kursplus von 11,1 Prozent (Jahresend-Schlusskurs 2019: 92,74 Euro).

Vestas punktet mit Großaufträgen für On- und Offshore Windparks
Der dänische Hersteller von Windenergieanlagen Vestas hat seit Beginn des Monats Juni 2020 etliche Aufträge abgeschlossen, darunter befinden sich auch zwei Großaufträge aus Russland und den USA. Auch das Vestas-Mitsubishi Offshore-Joint-Venture MHI Vestas meldet einen Großauftrag aus den USA. Im Rahmen der polnischen Ausschreibungen hat Vestas zudem die Aufträge für zwei Windenergietranchen mit einer Leistung von 36 bzw. 35 MW erhalten. Die Vestas-Aktie kann von den Neuaufträgen nicht profitieren und geht mit einem Miniplus von 0,1 Prozent mit 89,62 Euro aus dem Handel. Auf Jahressicht notiert die Vestas Aktie damit bei einem Minus von 1,4 Prozent (Jahresend-Schlusskurs 2019: 90,92 Euro).

Neuer Siemens Gamesa Chef - Nauen löst Tacke ab
Paukenschlag bei Siemens Gamesa: Der Windturbinenhersteller hat einen neuen Chef. Das Board of Directors von Siemens Gamesa Renewable Energy und Markus Tacke haben nach Angaben von Siemens Gamesa einvernehmlich vereinbart, den CEO-Vertrag mit Wirkung zum 17. Juni 2020 zu beenden. Siemens Gamesa weist zudem darauf hin, dass gemäß der Bewertung des Managements die Projektkosten und die finanziellen Auswirkungen der Beeinträchtigungen durch COVID-19 im dritten Quartal zu einem negativen EBIT führen werden, vor PPA und Integrations- und Restrukturierungskosten. Es werde nicht angenommen, dass das erwartete positive EBIT im vierten Quartal die negative Entwicklung für das gesamte Geschäftsjahr vollständig ausgleiche, teilte die Siemens Windkraft-Tochter mit. Analysten und Investoren sind wenig begeistert. Der Kurs verliert 3,9 Prozent auf 14,19 Euro. Auf Jahressicht vergrößert sich das Kursminus für die Siemens Gamesa Aktie auf 9,3 Prozent (Jahresend-Schlusskurs 2019: 15,65 Euro).

RENIXX startet schwächer
In die neue Handelswoche startet der RENIXX schwächer. Das größte Minus im frühen Handel verzeichnen Ørsted, Goldwind, Verbund, Sunrun und Ormat. Zulegen können China Longyuan, Siemens Gamesa, SMA Solar, EDP Renovaveis und Encavis.

© IWR, 2020


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