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RWE forscht an Großspeichern für grünen Strom in Salzkavernen

© RWE AG© RWE AGEssen – Der Energieversorger RWE will erforschen, wie Salzkavernen in Zukunft für die Stromversorgung genutzt werden können. Dazu plant RWE zusammen mit der CMBlu Energy AG, bis 2024 eine Testanlage zu bauen.

Unterirdische Gasspeicher will RWE in Zukunft nutzen, um „gigantische Mengen“ an Strom zu speichern. RWE setzt hierbei auf große, organische Flussbatterien (Redox Flow Batterien). Dabei wird elektrische Energie in chemischen Verbindungen gespeichert.

Energiespeicher bis zu einigen GWh Strom - RWE und CMBlu Energy starten Projekt
Die RWE Gas Storage West GmbH und die CMBlu Energy AG untersuchen, wie sich die heute zur Gasspeicherung genutzten Salzkavernen von RWE in Zukunft als große, organische Flussbatterien nutzen lassen. In den unterirdischen Kammern könnten bis zu einige Gigawattstunden Strom aus Erneuerbaren Energien gespeichert werden, teilte RWE mit. Zum Vergleich: Die derzeit größte Batterie Europas (basierend auf der Lithium-Ionen-Technologie) steht im schleswig-holsteinischen Jardelund und bietet eine Speicherkapazität von rund 50 Megawattstunden.

Das Prinzip der Redox Flow Batterie: In zwei räumlich getrennten, einzelnen Salzkavernen werden die Elektrolyte A bzw. B gespeichert. Die Elektrolyte werden mit Pumpen in die galvanische Zelle (Kathode, Membran, Anode) transportiert und reagieren.

RWE: Erneuerbaren Energien gehört die Zukunft
„Den Erneuerbaren Energien gehört die Zukunft. Um grünen Strom maximal nutzen zu können, braucht es stationäre Großstromspeicher. Bei RWE forschen wir an verschiedenen Speicherlösungen“, so Andreas Frohwein, technischer Geschäftsführer der RWE Gas Storage West. „In der Zukunft könnten unsere Salzkavernen als Batterien genutzt werden, die gigantische Mengen an Strom speichern. Dank der vorhandenen technischen Infrastruktur ließen sie sich zudem schnell ans Stromnetz anbinden.“ Auch Peter Geigle, CEO der CMBlu Energy AG, sieht großes Potential und Perspektiven. Organic-Flow Batterien basieren danach auf Kohlenstoff und die Komponenten sind einfach recycelbar. Geigle: „Die Batterie ist daher nicht brennbar und entsprechend sicher in der Handhabung. Zudem kommen organische Speicher im Gegensatz zu den meisten anderen Batterien komplett ohne Metall aus."

Bau einer Testanlage bis 2024 geplant
Um die Salzkavernen künftig als Batterien nutzen zu können, planen RWE und CMBlu, sie mit einer organischen Elektrolytlösung zu füllen. Diese dient als Energieträger. In einem ersten Schritt wurden bereits im Rahmen einer theoretischen Machbarkeitsstudie potenziell geeignete Elektrolyte identifiziert, so RWE. Im zweiten Schritt werden diese nun bis Anfang 2021 für die Anwendung in Salzkavernen labortechnisch untersucht.

Nach der Bestimmung eines geeigneten Elektrolyts soll ab Frühjahr 2021 dann mit dem Bau und Betrieb einer Testanlage begonnen werden. Diese erste Anlage soll über eine elektrische Leistung von 100 Kilowatt und über eine Speicherkapazität von bis zu 1.000 Kilowattstunden verfügen. Dieser dritte Projektschritt soll bis Frühling 2024 abgeschlossen sein.


© IWR, 2020


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30.09.2020

 



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