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Daten-Plattform PV Camper stärkt internationale FuE-Kooperation

© Fraunhofer CSP / PV Camper© Fraunhofer CSP / PV CamperHalle (Saale) - Um die Photovoltaik-Forschung voranzutreiben und neue Märkte und Anwendungen für Solartechnologien zu erschließen, ist die Verknüpfung und der Austausch hochwertiger Daten elementar. An dieser Stelle setzt die neue PV-Plattform Camper an, an der 10 international führende Forschungseinrichtungen angeschlossen sind.

Mit einer neuartigen Plattform zur Untersuchung der Leistung und Zuverlässigkeit von Solaranlagen in unterschiedlichen Umgebungen und Klimazonen weltweit wird eine wichtige Grundlage für eine noch breitere und effizientere Nutzung von Sonnenenergie geschaffen. Das Fraunhofer-Center für Silizium-Photovoltaik CSP in Halle (Saale) gehört zu den Gründungsmitgliedern.

Mehr Daten, mehr Zusammenarbeit, mehr Möglichkeiten für die Photovoltaik
Die Performance einer Photovoltaik-Anlage hängt entscheidend vom Standort ab. Neben der Intensität und Dauer der Sonneneinstrahlung beeinflussen viele weitere Faktoren die Leistungsfähigkeit, Lebensdauer oder die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Defekten. Mit der Plattform „Photovoltaic Collaborative to Advance Multi-Climate Performance and Energy Research (PV Camper)“ sollen dazu genaue meteorologische und Photovoltaik-Leistungsdaten von geografisch und klimatisch unterschiedlichen Standorten zusammengeführt und einer internationalen Gemeinschaft von Forschenden zur Verfügung werden.
In die jetzt verfügbare Cloud-Datenbank werden täglich Daten von verschiedenen Versuchsanlagen übertragen, auf die die Mitglieder des Verbunds zugreifen können. Ebenso stehen ihnen eine gemeinsame Baseline-Charakterisierung, Betriebs- und Managementprotokolle sowie Angebote zu gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten und für Netzwerkveranstaltungen zur Verfügung. Das breite Fachwissen der beteiligten Einrichtungen kann beispielsweise genutzt werden, um auch für industrielle Anwender die Auslegung und Optimierung von PV-Systemen für bestimmte Betriebsumgebungen, basierend auf den Daten, zu verbessern. Als Gründungsmitglied bringt das Fraunhofer CSP dabei insbesondere seine Kompetenzen in den Bereichen Soiling (Verschmutzung von Solarmodulen), klimabezogene PV-Effizienzfaktoren und Qualitätssicherung ein.

10 Forschungseinrichtungen schließen sich unter dem Dach von PV Camper zusammen
Am PV Camper Konsortium sind neben dem Fraunhofer-Center für Silizium-Photovoltaik CSP und der Hochschule Anhalt aus Deutschland folgende Forschungseinrichtungen beteiligt: Sandia National Laboratories (USA), Universidad Federal de Santa Catarina UFSC (Brasilien), Centre for Renewable Energy Systems Technology CREST (Vereinigtes Königreich), Institut de Recherche Energie Solaire et Energies Nouvelles IRESEN (Marokko), Qatar Environment & Energy Research Institute (Qatar), Solar Energy Research Institute of Singapore SERIS (Singapur), Yeungnam University (Südkorea) und Korea Testing Laboratory KTL (Südkorea).

„Wir schaffen eine der weltweit größten und nützlichsten Datenbanken mit qualitätsgesicherten, vergleichbaren Leistungsdaten aus der Photovoltaik und ermöglichen ihren vertrauensvollen Austausch“, so Prof. Ralph Gottschalg, Leiter des Fraunhofer CSP, der zum Vorsitzenden von PV Camper ernannt wurde. „Die kollektiven Daten werden helfen, PV-Anlagen für bestimmte Betriebsumgebungen auszulegen und zu optimieren und damit die Qualitätssicherung für die gesamte PV-Industrie zu verbessern. PV Camper deckt fünf Klimazonen ab und bringt damit die Solarindustrie weltweit voran. Das ist auch ein wichtiger Beitrag beim globalen Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft“, ergänzt Dr. Laurie Burnham von den Sandia National Laboratories, die nun zur Vize-Vorsitzenden von PV Camper ernannt wurde.

© IWR, 2021


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20.04.2021

 



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