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Deutschland sorgt in Südafrika für „grüne“ Ausbildung

Bonn – Nicht nur in Deutschland unterstützt die Bundesregierung den Ausbau der erneuerbaren Energien. Mit einem neuen Förderprogramm sollen jetzt auch grüne Jobs am Kap der guten Hoffnung geschaffen werden um so auch in Afrika die Energiewende voran zu treiben.

Das Programm „Skills for Green Jobs“ der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) fördert die Einführung von grünen Ausbildungen sowie von Bildungsangeboten mit Schwerpunkt erneuerbare Energien und Energieeffizienz an staatlichen Berufsschulen. Dadurch soll auch die Abhängigkeit von Kohle verringert werden.

Die Kohle dominiert
Im südafrikanischen Energiesektor dominieren Großkraftwerke. 90 Prozent der Elektrizität und etwa 70 Prozent der Primärenergie, also der gesamten erzeugten Energieleistung, werden immer noch aus Kohle generiert. Die Elektrizitätserzeugung liegt im Wesentlichen in der Hand des staatlichen Energieunternehmens Eskom, das neben Südafrika noch weitere Länder im südlichen Afrika beliefert. Es ist der größte Elektrizitätserzeuger in Afrika und der siebtgrößte weltweit. Nach dem Ende der Apartheid haben sich jedoch die Bedingungen vor Ort drastisch verändert. Wo vorher noch Überkapazitäten produziert wurden herrschen jetzt Engpässe.

300.000 Jobs in der „Green Economy“ schaffen
Auf nationaler Ebene wird es nun vorangetrieben, die Energiesparte zu diversifizieren und Energie nachhaltiger zu erzeugen. In einem Abkommen zu nachhaltiger Wirtschaft („Green Economy Accord“) und im nationalen Entwicklungsplan vereinbarte die Regierung Südafrikas, dem Klimawandel entgegen zu wirken, erneuerbare Energien zu fördern und dabei bis 2020 in der „Green Economy“ 300.000 Jobs zu schaffen. Geplant ist darüber hinaus, die Abhängigkeit von Kohle bis 2030 auf 65 Prozent zu reduzieren, während der Anteil erneuerbarer Energien von weniger als einem Prozent auf neun Prozent steigen soll. Die GIZ will nun dabei helfen diese Ziele umzusetzen.

Fortbildungsreihen für Lehrkräfte
Das Projekt „Skills for Green Jobs“, das die GIZ im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung durchführt, setzt hierbei auf mehreren Ebenen an. Auf nationaler Ebene unterstützt das Projekt die Einbindung von erneuerbaren Energien und „Green Skills“ in die Entwicklung von Qualifikationen. Hierfür arbeitet die GIZ mit dem Bildungsministerium sowie anderen staatlichen Institutionen im Bildungsbereich zusammen. Auf lokaler Ebene fördert das Projekt staatliche, berufsbildende Schulen und befähigt sie dazu, Kurse zum Thema erneuerbare Energien anzubieten. Für Lehrkräfte von Berufsschulen aus verschiedenen Provinzen läuft dazu eine Fortbildungsreihe zu Photovoltaik, Solarthermie und Windenergie. In Port Elizabeth in der Provinz Eastern Cape sind zwei Entwicklungshelfer direkt an den beiden lokalen Berufsschulen im Einsatz.

Auch das Umweltbewusstsein fördern
Die Herausforderungen für sie liegen unter anderem darin, Kurse zu akkreditieren, Lehrwerkstätten aufzubauen und die neuen Kurse einzuführen. Das GIZ-Programm unterstützt die Berufsschulen außerdem dabei, das Umweltbewusstsein zu fördern und sorgsam mit den vorhandenen Ressourcen umzugehen, also selbst „grüner“ zu werden. Nach etwas mehr als zwei Jahren Projektdauer werden ab 2015 entsprechend eines neu entwickelten Fachs im Rahmen der Elektrotechnikausbildung an sechs berufsbildenden Schulen Kurse zum Thema erneuerbare Energien eingerichtet. Kurse für Energieauditoren liefen bereits. Zwei Schulen planen Zentren für erneuerbare Energien und arbeiten an der Einführung von weiteren Kurzkursen. „Nicht nur die fortgebildeten Lehrer, sondern auch das Management und alle anderen Beteiligten haben inzwischen sehr viel über Energieeffizienz und erneuerbare Energien gelernt, sich vernetzt und setzen sich nun engagiert für eine energieeffizientere Zukunft in Südafrika ein“, so das GIZ.

© IWR, 2015

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19.01.2015

 




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