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Energieeffizienz: Bayern initiiert 10.000-Häuser-Programm

München – Eigentlich lautete der Plan der Bundesregierung, zur Beschleunigung der Energiewende im Wärme- und Effizienzbereich einen Steuerbonus für Energieeffizienz-Maßnahmen zu gewähren. Doch dieser Plan scheiterte am Widerstand aus Bayern. Nun legt die CSU-Landesregierung ihren Alternativ-Plan für das eigene Bundesland vor.

Es geht um ein 10.000-Häuser-Porgramm. Dazu wollen die Bayern im Zeitraum 2015 bis 2018 insgesamt 90 Mio. Euro in Hand nehmen. Das Programm zielt auf zukunftsfähige Ein- und Zweifamilienhäuser, deren verbesserte Integration in das Energiesystem sowie den schnelleren Austausch älterer Heizungsanlagen ab. Der ursprünglich geplante Steuerbonus sollte einen Umfang von jährlich einer Milliarde Euro für ganz Deutschland aufweisen.

Bayern sehen sich in „Vorreiterrolle bei der Energiewende“
Bayern Landes-Energieministerin Ilse Aigner (CSU) hat nun im Kabinett über das 10.000-Häuser-Programm berichtet. Mit diesem Programm setze Bayern die Regierungserklärung von Ministerpräsident Seehofer von November 2013 um, wonach Bürger unterstützt werden sollen, die bei sich zu Hause in innovative Lösungen für die Erzeugung, die Speicherung und das intelligente Management von Energie investieren. Auch der beschleunigte Austausch veralteter, ineffizienter Heizungsanlagen steht im Fokus. Damit belege Bayern einmal mehr seine Vorreiterrolle bei der Energiewende. Das Programm nimmt vor allem den Altbau ins Visier, es soll aber auch Anreize für den Neubau geben. Aigner: „Die Energiewende ist ohne eine Wärmewende nicht denkbar. 40 Prozent der Energie werden im Gebäudebereich eingesetzt. Wir fördern daher innovative Heizungen und Speicher. Bayern macht damit einen weiteren Schritt zu mehr Klimaschutz. Wir schaffen individuelle Beispiele, wie die Energiewende bereits im Kleinen gelingt. Und wir zeigen, wie dadurch Großes bewegt werden kann.“

23 Millionen Euro in Bayern statt eine Milliarde in ganz Deutschland
Das Programm ist für ein Gesamtbudget von 90 Millionen Euro ausgelegt und hat eine Laufzeit von vier Jahren (2015 bis 2018). Das wären 22,5 Mio. Euro pro Jahr. Interessierte Bürger können einen sgenannten "EnergieBonusBayern" erhalten: Die Förderung beträgt zwischen 1.000 Euro bis zu maximal 18.000 Euro. Dabei gelte: Je anspruchsvoller das Bauvorhaben, umso höher die Förderung.
Das neue Programm ist laut Aigner effizient, intelligent und innovativ. Man gebe den Bürgern Anreize, ihre Häuser energetisch zu modernisieren. Das Programm leiste auch einen wichtigen Beitrag zur Integration der erneuerbaren Energien ins Stromsystem der Zukunft und verhelfe neuen Technologien wie dem Smart-Grid zum Durchbruch, so die Ministerin.

IBC Solar begrüßt Förderung von Photovoltaik und Batteriespeichern

Udo Möhrstedt, Vorstandsvorsitzender und Gründer der IBC Solar AG, ist der Meinung, dass dieses 10.000-Häuser-Förderprogramm die Energiewende für private Haushalte noch attraktiver mache. Möhrstedt weiter: „Das Förderprogramm bedeutet enormen Rückenwind für die Strom- und Wärmewende in Bayern. Als eines der führenden Unternehmen der bayerischen Solarwirtschaft begrüßen wir besonders die Aufnahme von Photovoltaik und Batteriespeichern in das Förderprogramm. Beides sind bewährte Technologien zu günstigen Preisen. Die dezentrale Erzeugung und der Eigenverbrauch von Solarstrom gibt jedem Hausbesitzer die Möglichkeit, an der Energiewende mitzuwirken, von ihr zu profitieren und entlastet obendrein die Stromnetze!“

© IWR, 2015

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