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Windspezialist Gamesa erhält größten Solarauftrag

Zamudio, Spanien - Gamesa ist eigentlich als Windenergieanlagen-Hersteller bekannt und derzeit vor allem durch die Übernahme durch Siemens in den Schlagzeilen. Doch das Unternehmen aus Zamudio in Nordspanien nahe Bilbao kann auch Solarenergie.

Der Windenergie-Spezialist Gamesa hat den größten Solarenergie-Auftrag der Firmengeschichte erhalten. Der neue Großauftrag kommt aus Indien. Es geht um die die Errichtung von und Wechselrichter-Lieferung für Photovoltaik-Kraftwerke mit einer Leistung von insgesamt rund 130 Megawatt (MW).

Wechselrichter und Solaranlagen-Errichtung von Gamesa
Auftraggeber für das Projekt ist das auf erneuerbare Energien spezialisierten indischen Projektentwickler Atria Power. Es hat Gamesa damit beauftragt, 96 Wechselrichter mit je 1,37 MW Leistung zu installieren. Diese Wechselrichter von Gamesa Electric sollen bei zwei Solar-Kraftwerke im Süden von Indien zum Einsatz kommen. Gamesa soll neben den Wechselrichtern auch die EPC-Dienstleistung dieser Photovoltaik(PV)-Anlagen in den Bundessaaten Karnataka und Andhra Pradesh übernehmen (EPC: Engineering, Procurement, Construction; deutsch: Planung, Beschaffung und Errichtung).

Enormes Solarenergie-Potenzial in Indien
Die beiden geplanten Photovoltaik-Kraftwerke erreichen eine Leistung von 90 bzw. 40 MW. Die vorgesehenen Wechselrichter von Gamesa Electric sind dabei die leistungsstärksten, die bislang in Indien eingesetzt werden. Gamesa wird auch für die Betriebsführung und den Service der Solarstromanlagen zuständig sein. Die Inbetriebnahme der Anlagen in für März 2017 vorgesehen.

Ramesh Kymal, Gamesa-CEO in Indien spricht von einem frischen Meilenstein in der Solarenergie-Strategie des Unternehmens in Indien. Nach der Unternehmensstrategie 2015 bis 2017 will Gamesa auch in komplementäre Bereiche zum Windenergie-Geschäft einsteigen, wie z.B. die Solarenergie. In Indien ist das Potenzial für Solarstromanwendungen enorm. Gamesa beziffert dies auf 750.000 MW. Die indische Regierung peilt einen Ausbau bis zum Jahr 2022 auf 100.000 MW an, verglichen mit aktuell 3.800 MW.

© IWR, 2016

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28.10.2016

 




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