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Tesla rutscht in die roten Zahlen zurück und verliert CFO

Palo Alto, USA – Der Elektroauto-Pionier Tesla hat Zahlen für das 4. Quartal 2016 veröffentlicht. Nach einem kleinen, aber überraschenden Nettogewinn im 3. Quartal 2016 ist der Konzern im Schlussquartal wieder deutlich in die roten Zahlen zurückgefallen. Zudem hört CFO Jason Wheeler auf.

Bei Tesla ist im 4. Quartal 2016 das Nettoergebnis ins Minus gerutscht, der Umsatz stagnierte. CFO Jason Wheeler wird zudem zu April dieses Jahres Tesla verlassen. Die Aktie des im RENIXX World gelisteten Unternehmens aus Kalifornien kletterte zunächst, kann die Kursgewinne aber nicht halten.

Umsatz sinkt, Nettoverlust steigt
Tesla hat im Zeitraum Oktober bis Dezember 2016 einen Umsatz in Höhe von 2,28 Mrd. US Dollar erzielt, das bedeutet einen minimalen Rückgang im Vergleich zum 3. Quartal 2016 um 0,6 Prozent (Q3 2016: 2,30 Mrd. US-Dollar). Im Automobilbereich ist der Umsatz sogar um rund sieben Prozent auf 1,99 Mrd. US-Dollar gesunken (Q3 2016: 2,15 Mrd. US-Dollar). Aus einem operativen Gewinn in Q3 2016 in Höhe von etwa 86 Mio. US-Dollar ist ein operativer Verlust im Schlussquartal 2016 von 267 Mio. US-Dollar geworden. Der Nettogewinn von rund 22 Mio. US-Dollar in Q3 2016 konnte ebenfalls nicht bestätigt werden. Für Q4 2016 steht ein Nettoverlust in Höhe von 219 Mio. US-Dollar zu Buche. Berichten zufolge seien die Verluste aber kleiner und der Umsatz größer als erwartet ausgefallen.

Irgendwann in 2018 will Tesla 10.000 "Model 3"-Autos pro Woche bauen
Tesla bestätigte den geplanten Start der Produktion des vergleichsweise günstigen Elektroautos Typ "Model 3" im Juli dieses Jahres. Die Produktion soll dann immer weiter hochgefahren werden bis auf über 5.000 Autos pro Woche irgendwann im vierten Quartal 2017. Zu einem Zeitpunkt im Jahr 2018 soll dann ein Produktionsniveau von 10.000 Autos des Typs "Model 3" erreicht werden. Spekulationen um einen noch früheren Produktionsstart sind damit ausgeräumt.

Ambitioniert klingen auch die Pläne für weitere sogenannte "Gigafactories". Nachdem die Produktion in der ersten dieser Batteriefabriken in Nevada inzwischen angelaufen ist, sollen insgesamt vier weitere Produktionsstätten dieser Art folgen. Gigafactory 2 soll demnach in New York entstehen. Im Laufe dieses Jahres will Tesla noch die geplanten Standorte für die Fabriken Nummer 3 bis 5 bekanntgeben. Mit Blick auf das laufende Geschäftsjahr erklärte Tesla zudem, dass in der ersten Jahreshälfte 2017 47.000 bis 50.000 Autos der Typen "Model S" und "Model X" ausgeliefert werden sollen.

Alter Finanzchef von Tesla kehrt zurück
In einer separaten Mitteilung gab Tesla bekannt, dass CFO Jason Wheeler sich dazu entschieden habe, das Unternehmen im April zu verlassen. Er wolle in die Politik gehen, so Tesla. Nachfolger wird mit Deepak Ahuja ein alter Bekannter. Der in Indien geborene Ahuja war bereits bis 2015 CFO des Elektroauto-Pioniers, bevor ihn Wheeler ablöste. Ahuja war seinerzeit aus privaten Gründen ausgeschieden. Tesla-CEO Elon Musk dankte Wheeler und nannte ihn eine Schlüsselfigur im Führungsteam des Unternehmens. Er habe eine wichtige Rolle gespielt auf dem Weg, die finanzielle Position von Tesla zu verbessern.

Die Aktie von Tesla bewegte sich im Verlauf des Donnerstags zunächst im Plus und legte in der Spitze um mehr als drei Prozent zu. Inzwischen ist das Papier aber wieder abgekühlt, die Aktie notiert bei aktuell 254,05 Euro, das bedeutet ein Kursminus von 2,0 Prozent (Stand 14:15 Uhr, Börse Stuttgart).

© IWR, 2017

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23.02.2017

 



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