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Vattenfall setzt auf BMW-Batterien

Hamburg/München – Der Energiekonzern Vattenfall plant mehrere große Speicherprojekte in Europa. Die Stromspeicher dafür kommen vom Autobauer BMW. Es geht um bis zu 1.000 Batterien alleine in diesem Jahr.

Mit einem steigenden Anteil von Wind- und Solarenergie im Strommix werden Energiespeicher immer wichtiger. Vattenfall plant gleich mehrere Speicherprojekte in Europa und setzt dabei auf Batterien von BMW.

BMW liefert noch 2017 bis zu 1.000 Lithium-Ionen-Batterien an Vattenfall

Vattenfall und die BMW Group haben einen Vertrag über die Lieferung von bis zu 1.000 Lithium-Ionen-Batterien noch in diesem Jahr abgeschlossen. Die Batterien mit einer Kapazität von jeweils 33 Kilowattstunden (kWh) sind mit einem BMW-eigenen Batteriemanagementsystem ausgestattet und werden von dem Autohersteller auch im Elektroauto BMW i3 eingesetzt. „Wir freuen uns, dass wir mit BMW einen Lieferanten gefunden haben, der mit verlässlich guter Qualität aus deutscher Serienproduktion unseren hohen Sicherheitsanforderungen beim Einsatz der Batterien entspricht“, so Daniel Hustadt, Projektleiter für Großbatterien bei der Vattenfall Innovation GmbH.

Vattenfall: Energiespeicher großes Thema der neuen Energiewelt
Vattenfall wird die neuen Batterien aus dem BMW-Werk in Dingolfing beziehen und in allen Speicherprojekten einsetzen. „Energiespeicher und Netzstabilität sind die großen Themen der neuen Energiewelt“, resümiert Gunnar Groebler, Senior Vice President von Vattenfall und Leiter des Geschäftsfeldes Windkraft.

Vattenfall will an den Standorten, an denen das Unternehmen regenerativen Strom erzeugt, die Transformation zu einem neuen Energiesystem vorantreiben. Speicher sollen dabei die Integration der Erneuerbaren in das Energiesystem erleichtern. „Die Entkopplung von Erzeugung und Verbrauch und die Kopplung verschiedener Verbrauchssektoren stehen im Fokus unserer Arbeit“, so Groebler weiter.

Speicherprojekte in den Niederlanden, Wales und Hamburg
Der erste Speicher aus den BMW i3 Batterien wird am 122-MW-Onshore-Windpark „Prinzessin Alexia“ in der Nähe von Amsterdam gebaut. Mit einer Kapazität von 3,2 Megawatt (MW) ist es das erste große Speicherprojekt Vattenfalls in den Niederlanden. Der größte Batteriespeicher wird am Vattenfall-Windpark Pen y Cymoedd (230 MW) in Südwales entstehen. Hier wird eine 22-Megawatt-Anlage gebaut, die dazu beitragen wird, die Stabilität des landesweiten Stromnetzes in Großbritannien im Rahmen des sog. EFR-Service (Enhanced Frequency Response) zu unterstützen.

Vattenfall realisiert zudem in Hamburg eine Großbatterie am zukünftigen Windpark in Hamburg-Bergedorf. Der Speicher wird im Rahme des Vorhabens „Norddeutsche Energiewende NEW 4.0“ zusammen mit der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW) und dem Hersteller von Windenergieanlagen Nordex umgesetzt. Es handelt sich in Hamburg um ein Speicherregelkraftwerk aus Batterien, das die Versorgungssicherheit bei einer Einspeisung von 100 Prozent erneuerbaren Energien sicherstellen soll.

© IWR, 2017

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