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BASF Coatings baut Anlage für rollbare Solarzellen

Münster - Mit der Entwicklung flexibler PV-Module ergeben sich viele neue Anwendungsbereiche. Die Nasa hat im Juni 2017 erstmals flexible Solarmodule im All auf der Raumstation ISS getestet. Auch die BASF Coatings aus Münster setzt in Zukunft auf die flexible Solartapete.

In Deutschland arbeiten bereits einige Unternehmen der Photovoltaik-Branche an neuen, flexiblen Solarsystemen. In Münster ist bei BASF Coatings der Startschuss für den Bau einer ganz neuen Beschichtungsanlage gefallen.

Flexible Solarzellen Teil des Geschäftsfeldes funktionale Solarzellen
Das Unternehmen BASF Coatings aus Münter ist vor allem als Hersteller von Farben und Lacken bekannt. Im Zuge der Erschließung neuer Geschäftsfelder forscht und entwickelt das Unternehmen seit einiger Zeit auch an dem Thema „funktionale Folien“. Dazu gehören beispielsweise faltbare Bildschirme, aber auch aufrollbare Solarzellen. Auf dem Werksgelände der BASF Coatings in Münster Hiltrup fand jetzt der offizielle Spatenstich für den Bau der neuen Anlage statt. Ziel ist es, biegsame Solarzellen für Anwendungsbereiche zu produzieren, bei denen herkömmliche Zellen aus Glas ausscheiden, da sie zu unflexibel, schwer und dick sind. In der BASF-Anlage sollen die PV-Beschichtungen nicht in flüssiger Form, sondern als Gas aufgetragen werden. So sei es möglich Beschichtungen zu realisieren, die 100.000mal dünner sind als ein menschliches Haar. Mit der neuen Anlage werde ein Beitrag zur Entwicklung von Dünnschichtsolarzellen der Zukunft geleistet, so BASF Coatings.

Nasa testet flexible Solarmodule auf der ISS
Dass BASF mit der Entwicklung flexibler Solarzellen an einem Zukunftsthema arbeitet, zeigen nicht zuletzt auch die aktuellen Aktivitäten der Nasa, die im Juni 2017 aufrollbare Solarzellen im Rahmen eines siebentägigen Praxiseinsatzes auf der internationalen Raumstation ISS getestet hat. Vor Ort wurden die zylinderförmig aufgerollten Solarmodule mit Hilfe von Roboterarmen an die richtige Position gesetzt und entrollt. Bei den Tests ging es insbesondere um das Vibrationsverhalten der neuen Modultechnik im Weltraum. Wenn die Testergebnisse vielversprechend ausfallen, könnten die flexiblen Solarzellen nach Einschätzung der Nasa für sinkende Kosten in der Raumfahrt und im Betrieb von Weltraum-Satelliten sorgen. Aber auch vielfältige Anwendungen der neuen Solartapete werden erwartet.

Keine Querverbindungen zwischen BASF-Solarzellen und Nasa-Aktivitäten
Wie BASF Coatings auf Anfrage gegenüber IWR Online mitgeteilt hat, bestehen zwischen dem aktuellen Nasa-Projekt und der Entwicklung flexibler Solarmodule bei BASF keine Querverbindungen.

© IWR, 2017


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