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Deutsche Forschergruppe will Wasserstoff-Produktion günstiger machen

Cottbus – Ein Verbund-Forschungsvorhaben an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg hat sich zum Ziel gesetzt, die Herstellung von Wasserstoff aus regenerativen Energien effektiver und preiswerter zu machen. Die Forscher wollen dazu an den Elektroden ansetzen.

Wasserstoff ist als chemischer Energieträger gut geeignet, große Energiemengen zu speichern. Auch deshalb wird dem Wasserstoff eine wichtige Rolle für das Gelingen der Energiewende zugesprochen. Eine effektivere Wasserstoffherstellung wird nun in Cottbus ausprobiert und analysiert.

Wasserstoffherstellung soll effektiver und preiswerter werden
Das vom Bund geförderte Verbund-Forschungsvorhaben mit dem Namen „Neuartige poröse 3D-Elektrodenmaterialien zur effizienteren alkalischen Wasserelektrolyse (AEL3D)“ ist im Juli 2017 an der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) Cottbus-Senftenberg gestartet. Der Forschungsfokus liegt in der Weiterentwicklung der alkalischen Elektrolyse. Die alkalische Elektrolyse ist eine wichtige Technologie für die großtechnische Erzeugung von Wasserstoff aus regenerativen Energiequellen. Für die Weiterentwicklung der Elektrolyse sollen neuartige, poröse, dreidimensionale Elektrodenmaterialien entwickelt und anwendungsbezogen charakterisiert werden. Zudem wird im Rahmen des Vorhabens untersucht, ob diese Elektrodenmaterialien als Elektrodenwerkstoffe geeignet sind. Elektrodenwerkstoffe sind Schlüsselkomponenten für die alkalische Elektrolyse. Um „grünen Wasserstoff“ billiger und effizienter aus regenerativem Strom herstellen zu können, wird auch die Entwicklung innovativer, durchströmbarer Elektrodenformen und Zellarchitekturen erforscht. So eine höhere effektive Stromdichte erzielt werden, teilten die Wissenschaftler mit.

Großes Projektkonsortium soll Wirtschafltlichkeit sicherstellen
Das dreijährige Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) mit einem Gesamtbudget von rund 2,5 Mio. Euro gefördert. Mit einem Fördervolumen von 819.000 Euro ist auch der BTU-Lehrstuhl Kraftwerkstechnik von Prof. Hans-Joachim Krautz beteiligt. Die unter der Leitung von Dr. Ulrich Fischer stehenden BTU-Wissenschaftler am Wasserstoff und Speicher Forschungszentrum wollen Teststände für die Präqualifizierung neuartiger Elektroden und Zellgeometrien entwickeln und einsetzen. Renommierte Forschungseinrichtungen aus dem Bereich der Wasserstoff- und Energietechnologie sowie der Materialwirtschaft arbeiten im Projektkonsortium zusammen. Neben der BTU beteiligen sich auch das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung (IFAM, Institutsteil Dresden), das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Ulm (ZSW) und die Technische Universität Berlin an diesem Wasserstoff-Projekt. Um ein hohes wirtschaftliches Verwertungspotenzial sicherzustellen, wird das Konsortium um einen Industriebeirat bestehend aus Elektrolyseherstellern, Anlagenbauern, Zulieferern und Endanwendern ergänzt.

© IWR, 2017


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20.09.2017

 



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