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Denkwürdige Bundestagswahl - Merkel steuert auf Jamaika-Koalition zu

Berlin - Die Wahl zum 19. Deutschen Bundestag ist entschieden. Die Union stürzt ab, die SPD schaltet bereits auf Oppositions-Modus. Eine Jamaika-Koalition liegt in der Luft, ist aber keinesfalls sicher.

Die Bundestagswahl 2017 hat die Parteienlandschaft neu aufgemischt. Die Große Koalition (GroKo) hat insgesamt fast 14 Prozent verloren. Die CSU verliert in Bayern über 10 Prozent, alle kleineren Parteien gewinnen. Insgesamt sieben Parteien ziehen in den neuen Bundestag ein.

Bundestagswahl 2017: CDU/CSU und SPD verlieren - kleine Parteien gewinnen
Nach dem vorläufigen amtlichen Ergebnis kommt die CDU/CSU auf 33,0% (- 8,6%), SPD 20,5% (- 5,2%), AfD 12,6% (+ 7,9%), FDP 10,7% (+ 6,0), Die Linken 9,2% (+ 0,6) und die Grünen 8,9% (+ 0,5%). Die Parteien der aktuellen Großen Koalition aus CDU/CSU und SPD verlieren, alle kleineren Parteien gewinnen. Dramatische Verluste muss die CSU unter Horst Seehofer erleiden. In Bayern erhält die CSU 38,8%, das ist gegenüber der letzten Wahl mit 49,3% ein herber Verlust von über 10 Prozent.

Kommt die Jamaika-Koalition im Bund?
Rein rechnerisch ist eine Fortsetzung der Großen Koalition und eine Jamaika-Koalition möglich. SPD-Herausforderer Martin Schulz (SPD) hat sich bereits am Wahlabend für den Gang in die Opposition entschieden. Bleibt noch die Jamaika-Koalition (Landesfarben von Jamaika entsprechen den Parteifarben schwarz, gelb, grün). In Schleswig-Holstein gibt es ein Jamaika-Bündnis schon, im neuen Bundestag könnte es sie damit erstmals auch geben: ein Bündnis aus CDU/CSU, FDP und den Grünen. Zwar hatte FDP-Chef Lindner vor der Bundestagswahl gesagt, dass ihm für Jamaika die Phantasie fehle, aber in der Berliner Runde sagte Lindner, dass er vor allem an folgenden Punkten gemessen werden will: Bildung, Digitalisierung, Europapolitik: keine neuen Geldtöpfe für automatische Geldtransfer, Einwanderungsgesetz wie Kanada und Entlastung der Mittelschicht. Grünen-Chefin Göring-Eckardt rückte in der Berliner Runde die Themen Ökologie & Klimaschutz sowie soziale Fragen in den Vordergrund.

© IWR, 2017


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