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Globale PV-Installationen klettern 2018 auf über 100.000 MW

London - Analysten eines US-Marktforschungsinstitutes erwarten für das Jahr 2018 einen Anstieg der jährlichen PV-Installationen auf über 100.000 Megawatt. Das verfügbare Polysilizium könnte sich als limitierende Größe erweisen.

Zentraler Wachstumsmotor des weltweiten Photovoltaik-Marktes bleibt auch im Jahr 2018 China. Außerhalb Chinas dürften sich vor allem die Rahmenbedingungen in den USA und in Indien auf die weitere Marktentwicklung auswirken.

Photovoltaik-Marktvolumen erreicht Produktionsgrenze
Vor allem aufgrund der verbesserten Marktaussichten in China wird die weltweite PV-Nachfrage 2018 voraussichtlich 108.000 MW erreichen (Prognose 2017: rd. 90.000 MW). Nach einer Analyse des Wirtschaftsinformationsanbieters IHS Markit wird sich die anhaltend hohe PV-Nachfrage in China aufgrund der starken politischen Unterstützung, des erfolgreichen Übergangs zu einem diversifizierteren Markt und einer starken Dynamik im Bereich der dezentralen Photovoltaik (DPV) auch 2018 weiter fortsetzen. Anders als in der Vergangenheit favorisieren chinesische PV-Modullieferanten mittlerweile den heimischen Markt. Grund ist die Preisentwicklung: Nachdem die Preise 2017 gestiegen sind, hat sich China zu einem attraktiven Markt für lokale Hersteller entwickelt.
"Über 108.000 MW PV-Installationen liegen nahe am oberen Ende dessen, was auf der Grundlage der globalen Produktionskapazität für Polysilizium erreicht werden kann", so Edurne Zoco, Leiter Forschung und Analyse bei IHS Markit. Das zumindest in der ersten Jahreshälfte angespannte Angebot werde zu stabileren Preisen in der gesamten Lieferkette führen werde. Projekte in einigen Regionen können sich aufgrund des Preisanstiegs verzögern oder sogar storniert werden, so Zoco weiter.

Solarmarkt in den USA und Indien mit Unsicherheiten
Neben der zu erwartenden Verknappung von PV-Modulen hängt die Marktentwicklung außerhalb Chinas nach IHS-Einschätzung vor allem von den USA und in Indien ab. In den USA, dem zweitgrößten Markt im Jahr 2018, bestehen aufgrund des Petitionsfalls Sunivas 201 und der erwarteten Entscheidung von US-Präsident Donald Trump erhebliche politische Unsicherheiten. Der insolvente PV-Hersteller Sunivas hatte bei der Internationalen Handelskommission der USA die Einführung von Mindestimportpreisen für Solarmodule und -zellen beantragt. Das hat zu einer Bevorratung mit Modulen geführt und das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage bereits jetzt verzerrt. Geplante Unternehmenssteuerreformen könnten das Investoreninteresse zudem deutlich schwächen, so IHS Markit.
In Indien, dem drittgrößte Markt im Jahr 2018, wird über Antidumpingzöllen für chinesische Module nachgedacht. Indien hat auch Ausschreibungen für Projekte mit lokalen Inhalten angekündigt. Diese Maßnahmen könnten das Volumen verfügbarer Module auf dem indischen Markt in den nächsten Jahren begrenzen, sofern lokale Hersteller ihre Produktion nicht schnell hochfahren.


© IWR, 2017


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