Solarbranche.de

Branchenportal für die Solarenergie

Fotolia 36745099 1280 256

Tesla nach Zahlen kräftig im Aufwind

© Tesla© TeslaPalo Alto, USA - Der US-Hersteller von Elektroautos, Tesla, hat die Zahlen für das zweite Quartal 2018 vorgelegt. Die Investoren sind trotz eines hohen Q2-Verlustes begeistert, die Tesla-Aktie steigt um über 10 Prozent und setzt sich damit an die RENIXX-Spitze.

Kaum ein Unternehmen spaltet die Investorenlandschaft so sehr wie Tesla. Dreh- und Angelpunkt ist die Frage, ob es dem Unternehmen gelingt, die Produktionszahlen für das Model 3 so schnell zu steigern, dass Tesla mit Aussicht auf Gewinnen die Kritiker beruhigen kann.

Tesla produziert wöchentlich 5.000 Model 3 Elektroautos
Wie Tesla in dem Q2-Bericht 2018 mitteilt, hat das Unternehmen im Juli 2018 mehrmals wöchentlich rund 5.000 Fahrzeuge des Typs Model 3 sowie zusätzlich wöchentlich 2.000 Fahrzeuge der Typen Model S und X produziert. Bis Ende August 2018 will Tesla die Wochenproduktion auf 6.000 Model 3 Fahrzeuge steigern, bei gleichzeitiger Begrenzung weiterer Investitionen. Tesla glaubt, dass die Erhöhung der Kapazität auf dieses Niveau durch die Steigerung der Auslastung der bestehenden Linien und die selektive Verbesserung von Engpässen effizienter und wirtschaftlicher ist, als völlig neue doppelte Produktionslinien zu schaffen. Das nächste Produktionsziel sind 10.000 Model 3 pro Woche , das möglichst schnell erreicht werden soll. Dazu müssten teilweise Kapazitäten unter Einbeziehung der Lieferanten ausgebaut werden.

Im zweiten Quartal produzierte Tesla 53.339 Elektkroautos, ausgeliefert wurden 40.786, darunter 22.319 Model S und Model X sowie 18.449 Model 3 Fahrzeuge.

Gigafactory 1 steigert Batterieproduktion
Ende Juli 2018 hat die Batterie-Produktion in der US-Gigafactory 1 - hochgerechnet auf Jahresbasis - die Marke von rund 20 GWh erreicht. Damit sei Gigafactory 1 das Batteriewerk mit dem höchsten Produktionsvolumen weltweit, so Tesla. Tesla produziert damit mehr Batterien (in kWh Speichervolumen) als alle Autohersteller zusammen. Doch der nächste Schritt steht schon bevor: Im July 2018 hatte Tesla angekündigt, eine neue Batteriefabrik - Gigafactory 3 - in Shanghai zu bauen. China ist der größe E-Automarkt der Welt und so will Tesla mit einer Anfangskapazität von 250.000 Autos und Batterien pro Jahr starten. In etwa drei Jahren sollen die ersten Autos in China vom Band rollen.

Q2-Verlust in Höhe von 717,5 Millionen Dollar - Analysten hatten höhere Verluste erwartet
Tesla gibt für das zweite Quartal 2018 einen Verlust in Höhe von 717,5 Millionen US-Dollar an (Q2 2017: - 336,4 Millionen Dollar) und verweist auf eine Cash-Position in Höhe von 2,78 Mrd. US-Dollar (Q2 2017: 3,5 Mrd. US-Dollar). Analysten hatten dagegen mit noch höheren Quartals-Verlusten gerechnet. Die im globalen EE-Aktienindex RENIXX World gelistete Tesla-Aktie legt im heutigen Handel auf Xetra um über 10 Prozent auf rd. 280 Euro zu.

© IWR, 2018


Weitere Meldungen aus der Elektromobilität
Tesla streicht über 3.000 Stellen
Daimler erweitert globalen Batterieverbund
BMW erweitert Batteriefabrik und steigert Produktions-Flexibilität
Europas größter Batteriespeicher läuft – die ABE Gruppe stellt den Betrieb von Jardelund sicher
Neuer Job: Mitarbeiter im Technischen Support und Produktmanagement (w/m)
Energieseminar: Werkstatt Batteriespeicher
Stellenportal der Energiewirtschaft - www.energiejobs.de
Im Energie-Pressearchiv recherchieren - iwrpressedienst.de

02.08.2018