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Studie: Globale Regenerative Energiewende ist wirtschaftlich

© IWR© IWRBerlin - Die Umstellung des globalen Energiesystems auf 100 Prozent erneuerbare Energie bis 2050 ist machbar und kostet nicht mehr als das heutige fossil-nukleare Energiesystem. Das ist das zentrale Ergebnis einer aktuellen Studie der finnischen LUT Universität und der Energy Watch Group (EWG). In einer komplexen Modellierungsstudie haben LUT und EWG untersucht, ob eine weltweite Energiewende nicht nur machbar, sondern auch wirtschaftlich ist. Die Studie gibt zudem politische Empfehlungen, die den Umbau des Energiesystems auf regenerative Energien und emissionsfreie Technologien beschleunigen können. Umstieg auf erneuerbare Energien mit heutigen Technologien wirtschaftlich Die Energy Watch Group und die finnische LUT University haben eine Studie für einen Umbau des Energiesystems (Strom, Wärme, Verkehr und Meerwasserentsalzung) auf 100 Prozent Erneuerbare Energien bis 2050 vorgelegt. Das Besondere an der Studie ist, dass sie ein 1,5 Grad-Celsius-Szenario mit einem kostengünstigen, sektorübergreifenden und auf hoher Technologievielfalt beruhenden globalen 100 Prozent Erneuerbare-Energien-System skizziert, das ohne negative CO2-Emissionstechnologien auskommt. Die Analyse basiert auf viereinhalb Jahren Forschung und Analysen von Datenerfassungen und technischen und finanziellen Modellierungen. Im Ergebnis beweise die Studie, dass die Wende hin zu 100 Prozent Erneuerbaren Energien mit dem heutigen, konventionellen fossil-nuklearen System wirtschaftlich konkurrenzfähig ist und die Treibhausgasemissionen im Energiesystem noch vor 2050 auf Null reduziert werden können, so die Energy Watch Group. „Es wird gezeigt, dass die ganze Welt auf ein emissionsfreies Energiesystem umstellen kann. Deshalb können und sollten alle politischen Kräfte weltweit viel mehr für den Klimaschutz tun als derzeit anvisiert“, ergänzt EWG Präsident Hans-Josef Fell. „Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass in allen Ländern die aktuellen Ziele des Pariser Klimaabkommens beschleunigt werden können und sollten”, ergänzt Dr. Christian Breyer, Professor für Solarwirtschaft an der finnischen Universität LUT. Eine Wende hin zu 100 Prozent sauberen, erneuerbaren Energien sei sehr realistisch - schon jetzt, mit den heute verfügbaren Technologien. Moderner Studienansatz und komplexe Datenbasis ermöglichen weltweite Analyse Die von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und der Stiftung Mercator mitfinanzierte Studie „Globales Energiesystem mit 100% Erneuerbaren Energien“ ist eine der modernsten Modellierungen, entwickelt von der LUT University, und berechnet einen kostenoptimalen Mix von Technologien auf Grundlage lokal verfügbarer erneuerbarer Energiequellen. Dabei wird ein kosteneffizienter Übergang hin zu einer erneuerbaren Energieversorgung für die ganze Welt, aufgeteilt in 145 Regionen ermittelt. Das Szenario der globalen Energiewende wird in fünfjährigen Zeiträumen von 2015 bis 2050 durchgeführt. Die Ergebnisse werden in neun große Weltregionen zusammengefasst: Europa, Eurasien, MENA, Südsahara-Afrika, SAARC, Nordostasien, Südostasien, Nordamerika und Südamerika. Auf der Grundlage des erarbeiteten Modells und der umfangreichen vorhandenen Datenbasis können EWG und LUT weitere, nationale Pläne für den Umstieg auf 100 Prozent Erneuerbare Energien entwickeln, die genau auf den jeweiligen Kontext der einzelnen Länder zugeschnitten sind. Die Studie gibt auch politische Empfehlungen zur raschen Einführung Erneuerbarer Energien und emissionsfreier Technologien. Zu den wichtigsten Maßnahmen zählen dabei die Forcierung der Sektorkopplung, private Investitionen (die am besten durch feste Einspeisevergütungen angereizt werden), Steuervergünstigungen und rechtliche Privilegien bei gleichzeitiger Einstellung von Subventionen für Kohle und fossile Brennstoffe.

© IWR, 2019

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17.04.2019

 



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