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Studie: Produktion von Solarmodulen in Europa lohnt sich

© Fotolia© FotoliaFrankfurt - Eine Photovoltaik-Produktion in Europa und Deutschland über die gesamte Wertschöpfungskette ist wettbewerbsfähig. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie. Die Sache hat allerdings einen Haken.

Der PV-Markt in Deutschland ist durch die Politik der schwarz-gelben Koalition innerhalb von 2 Jahren (2012 - 2014) um rd. 90 Prozent geschrumpft. Ohne Ausweichmöglichkeiten auf ändere internationale Solarmärkte folgte eine Pleitewelle in der Solarindustrie. Gibt es jetzt eine zweite Chance für die Solarindustrie in Europa bzw. Deutschland?

PV-Produktionsstandort Europa? Jährlicher Output von 5 GW nowendig
Die Produktion der Solarzellen ist inzwischen fast vollständig nach Asien abgewandert. Dieser Prozess ließe sich aber wieder umkehren; die Herstellung von Solarmodulen könnte auch in Europa wieder zu wettbewerbsfähigen Kosten und ohne staatliche Subventionen stattfinden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Fraunhofer ISE im Auftrag des VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau). Voraussetzung sei jedoch eine Produktionskapazität von wenigstens 5 Gigawatt pro Jahr. Das entspräche einem Dreißigstel der momentan auf der Welt installierten Produktionskapazität von circa 150 GW. Eine solche Fabrik würde ein Investment von gut 1 Milliarde Euro bedeuten und brächte mehrere Tausend direkte und indirekte neue Arbeitsplätze, teilte der VDMA mit.

Studie vergleicht PV-Produktionskosten in Europa und China
Die Studie zeigt, dass ein in Europa hergestelltes Modul für den europäischen Markt zu wettbewerbsfähigen Kosten hergestellt werden kann – unter anderen, weil die Transportkosten aus Asien wegfallen. Der kostengünstigste Idealfall ergibt sich, wenn auch in Europa eine geschlossene Lieferkette für die wesentlichen Materialien vor Ort etabliert ist und die Produktion zum Beispiel in einem europäischen Land mit vergleichsweise niedrigen Arbeitskosten stattfindet. Von dort aus können in Europa gefertigte Solarmodule auch in die Nachbarregionen abgesetzt werden.

Markt für Solarstrom wächst weltweit kräftig
Grundlage für die VDMA-Überlegungen sind das rasant steigende globale Marktvolumen und die sinkenden Kosten für Solarstrom. Laut VDMA waren weltweit Ende 2018 mehr als 500 Gigawatt (GW) Solarkapazität installiert, 120 GW in Europa sowie 46 GW in Deutschland. Die Stromerzeugungskosten lagen an vielen sonnigen Orten der Welt im Bereich von 2 Cent pro Kilowattstunde (kWh), im weniger sonnenreichen Deutschland unter 5 Cent pro kWh. Die Preise für Module sind danach in den vergangenen drei Jahren um die Hälfte gesunken. Allein in Europa wurden im letzten Jahr 11,5 GW Kapazität zugebaut, für nächstes Jahr sehen Fachleute einen Zubau von weiteren 24 GW für die EU voraus. Unter Berücksichtigung des Bedarfs für eine Sektor Kopplung wird in Europa ein jährlicher Zubau von mehr als 100 GW schon ab dem Zeitraum zwischen 2025 und 2030 erwartet, so der VDMA weiter.

© IWR, 2019


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14.08.2019

 



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