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Warum Bayern bei den Photovoltaik-Ausschreibungen abräumt

© Bayerische Staatsregierung© Bayerische StaatsregierungMünchen – Bei der aktuellen Photovoltaik-Ausschreibung rangiert das Bundesland Bayern wieder einsam an der Spitze. Fast 85 Prozent des Ausschreibungs-Volumens entfielen auf bayerische Solarprojekte. Dieser Trend dürfte sich fortsetzen.

Photovoltaik-Anlagen auf Freiflächen sind mit wenigen Ausnahmen (u.a. Konversionsflächen) eigentlich nicht erlaubt. Ackerland und Grünflächen zählen nur dann dazu, wenn es sich um "landwirtschaftlich benachteiligte Gebiete" handelt. Doch davon gibt es in Bayern offenbar reichlich (Bild: rote Flächen).

Photovoltaik-Offensive auf Ackerflächen in Bayern wirkt
Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger freut sich über den Erfolg der von ihm initiierten Photovoltaik-Offensive. Alleine in der jüngsten Ausschreibungsrunde (Oktober 2019) entfielen 19 von insgesamt 27 durch die Bundesnetzagentur (BNetzA) bezuschlagten Solarpark-Projekte auf das Bundesland Bayern. Das bedeutet: von insgesamt 153 Megawatt neuer Solarleistung werden 85 Prozent (130 MW) in bayerischen Solarparks errichtet. Den Erfolg führt Aiwanger auf die steigende Nutzung der Ausnahmeregelung zurück: "Unsere Initiative zur Ausweitung der Photovoltaik auf Ackerflächen ist ein voller Erfolg und wird die ökologische Energiewende voran bringen."

Bayern will noch mehr Solarflächen auf Ackerflächen freigeben
Im Frühjahr 2019 hatte Aiwanger die freigegebenen Solarflächen auf landwirtschaftlichen Flächen von 30 auf jährlich 70 mehr als verdoppelt. "Ich werde darauf drängen, dass wir im nächsten Jahr noch mehr Photovoltaik ermöglichen. Das Potenzial ist da. Wir haben in Bayern die höchste Sonneneinstrahlung in ganz Deutschland", sagt Aiwanger. Solarflächen seien eine ökologische Bereicherung, da sich unter den Anlagen Kleinlebewesen und Pflanzen ansiedeln könnten, so die Begründung.

Bayern führt auch beim Photovoltaik Zubau-Ranking 2019
Die Zuschläge bei den PV-Ausschreibungen der Bundesnetzagentur (BNetzA) führen erst in den nächsten zwei Jahren zur Umsetzung bzw. Realisierung. Das Bundesland Bayern führt das Ranking aber nicht nur bei den Ausschreibungen an. Nach einer IWR-Auswertung von Daten der Bundesnetzagentur (BNetA-Marktstammdatenregister) sind zum Stichtag 22.10.2019 im laufenden Jahr bereits neue Solaranlagen mit einer Leistung von 3.260 MW in Betrieb gegangen. Auch hier führt aktuell das Bundesland Bayern mit 638 MW vor NRW (492 MW), Baden-Württemberg (333,7 MW) Brandenburg (289 MW) und Sachsen-Anhalt (284 MW).

© IWR, 2019


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22.10.2019

 



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