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Commit to Connect 2050 – Unternehmen entwickeln Zielbild für dekarbonisiertes Energiesystem

© Fotolia/Adobe Stock© Fotolia/Adobe StockBerlin – Insgesamt 14 Unternehmen haben ein Zielbild für ein zukünftig erneuerbares Energiesystem in den neuen Bundesländern erstellt. Eine Studie zeigt, dass dies unter realen Bedingungen möglich ist.

In der Studie „Commit to Connect 2050“ wird dargestellt, wie ein dekarbonisiertes Energiesystem in Ostdeutschland umgesetzt werden kann. Allerdings sind gewisse Voraussetzungen notwendig.

Energiewende: Umsetzung ganzheitlich und technologieoffen
Anhand der Studie „Commit to Connect 2050“ wollen die Projektpartner aufzeigen, dass es unter realen Bedingungen möglich ist, ein vollständig erneuerbares und versorgungssicheres Energiesystem kosteneffizient zu errichten und zu betreiben. Dafür muss die Energiewende vor allem gesamtheitlich und technologieoffen umgesetzt werden. Außerdem unterstreicht die Studie die Bedeutung einer echten Sektorenintegration mittels Infrastrukturen für Strom, Wasserstoff und Methan.
„Wir beobachten seit einiger Zeit, wie die Energiewende umgesetzt wird. Dabei haben wir festgestellt, dass häufig die Entwicklung eines einzelnen Energieträgers im Vordergrund steht“, so die Projektpartner. „Was wir brauchen, ist jedoch eine sektorenübergreifende Perspektive und Vernetzung. Darum haben wir Commit to Connect 2050 ins Leben gerufen.“

Gebündelte Kräfte - regionaler Ansatz
Die Stärke des Projekts liegt nach Angaben der Projektpartner in der gemeinschaftlichen Erarbeitung durch die Partnerunternehmen, die unterschiedliche Sparten und Wertschöpfungsstufen repräsentieren: Netze auf Verteil- und Fernleitungsebene, Energieerzeugung sowie -speicher. Eine Besonderheit ist auch die Methodik: Der regionale Ansatz der Modellierung sei einzigartig und mache Energieflüsse sichtbar. Das eingesetzte Modellierungstool des Studienautors Wagner, Elbling & Company liefert ein klares und politisch unabhängiges Zielbild. Die Berechnung erfolgte frei von Szenarien und musste die drei Prämissen Versorgungssicherheit, Dekarbonisierung und minimale Kosten erfüllen. Darüber hinaus erfolgte die Berechnung ergebnis- und technologieoffen.

Technologieoffenheit und Wasserstoff als Schlüssel für eine kostenoptimale Dekarbonisierung
Die Ergebnisse von Commit to Connect 2050 zeigen, dass ein dekarbonisiertes Energiesystem für Ostdeutschland vergleichbare Kosten gegenüber denen des heutigen realen Energiesystems verursachen würde. Es kostet pro Jahr in absoluten Zahlen mit ca. 53 Mrd. Euro nur wenig mehr als heute mit ca. 50 Mrd. Euro, geht aus der Modellierung hervor. Voraussetzung ist dabei ein technologieoffener Ansatz in allen Sektoren. Auch ein zu 100 Prozent auf erneuerbare Energien basierendes Energiesystem beruht auf einem vergleichbaren Flächenbedarf wie heute.
Damit das sich selbst mit Energie versorgende System Ostdeutschland funktioniert, wird vor allem Wasserstoff für den überregionalen Energietransport eingesetzt. Im Mobilitätssektor ist kein Antriebsstrang dem anderen überlegen. In der Raumwärme würden sich danach neben Fernwärme, für Ballungsgebiete vor allem innovative Gastechnologien durchsetzen. In der Prozesswärme gibt es einen Umbau in Richtung Wasserstoff und Strom zu Lasten von Methan.

Die Auftraggeber von Commit to Connect 2050
Die Auftraggeber der Studie „Commit to Connect 2050“ sind Avacon AG, BALANCE VNG Bioenergie GmbH, DREWAG NETZ GmbH / ENSO NETZ GmbH, E.DIS Netz GmbH, ENERTRAG AG, EWE NETZ GmbH, GASAG AG / NBB Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg mbH & Co. KG, HanseGas GmbH, inetz GmbH, Mitteldeutsche Netzgesellschaft Gas mbH, ONTRAS Gastransport GmbH, Stadtwerke Lutherstadt Wittenberg GmbH, TEN Thüringer Energienetze GmbH & Co. KG / TEAG Thüringer Energie AG und VNG Gasspeicher GmbH.


© IWR, 2020


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30.04.2020

 



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