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Forscher verbessern Solarstrom-Prognose

© Fotolia/Adobe© Fotolia/AdobeKarlsruhe – Eine möglichst genaue Wettervorhersage ist für die Prognose der solaren Stromerzeugung und damit für das Management der Stromnetze entscheidend. Doch was letztendlich an Sonneneinstrahlung auf der heimischen Solarzelle ankommt, hängt von zahlreichen Faktoren ab.

Kommt es zu Ertrags-Fehlprognosen für den in die Netze eingespeisten Solarstrom, dann wird das wegen der entstehenden Ausgleichskosten teuer. Die tägliche Prognosegenauigkeit hängt jedoch nicht nur von der Wetterlage, sondern auch beispielsweise von Partikeleinträgen ab, die mit der Luftströmung nach Deutschland gelangen. Die Genauigkeit von PV-Ertragsprognosen soll in einem Projekt verbessert werden.

Aerosole beeinflussen die Solarstromerzeugung in Europa – Projekt PermaStrom
Hoch oben in der Atmosphäre führen kleinste Partikel zur Bildung von Wolken. Tragen Luftströmungen beispielsweise Saharasand nach Europa, wirkt sich das auch auf unser Wetter aus. Auch großflächige Waldbrände mit Rauchbildung beeinträchtigen die PV-Ertragsprognose. Im Forschungsprojekt „PermaStrom“ (Photovoltaik-Ertragsprognose zum besseren Management des Einflusses des atmosphärischen Aerosols auf die Stromnetze in Deutschland und Europa) untersucht ein Forscherteam des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) zusammen mit dem Deutschen Wetterdienst (DWD) und dem Solarenergie-Dienstleister Meteocontrol, wie sich solche Ereignisse besser in Wettervorhersagen berücksichtigen lassen. Die Erkenntnisse sollen helfen, genauere Ertragsprognosen für die Stromerzeugung aus Photovoltaik zu erstellen.

Vorgängerprojekt PerduS – Einfluss des Saharastaubs auf die PV-Ertragsprognose in Deutschland

Im Vorgängerprojekt PerduS wurde der Transport von Saharastaub nach Deutschland untersucht und die Vorhersagen diesbezüglich verbessert, teilte das KIT mit. Das reiche jedoch noch nicht aus. Es sei notwendig, weitere Aerosolarten wie beispielsweise Ruß und Staub zu berücksichtigen, der durch Waldbrände entsteht. Des Weiteren müsse auch die Wirkung dieser Aerosolpartikel auf die Wolkenbildung modelliert werden, um diese vorherzusagen. Im Kern erhoffen sich die Forscher durch die Kombination aus konkreten Beobachtungsdaten und einer verbesserten, physikalisch-basierten Modellierung mit dem Modellsystem ICON-ART, das Verständnis der Zusammenhänge zu verbessern und die Prognosegenauigkeit zu erhöhen.

BMWi fördert das Projekt PermaStrom mit 2,5 Millionen Euro
Im Rahmen von PermaStrom entwickelt die Meteocontrol GmbH das Vorhersagesystem unter Berücksichtigung der Netzbetreiber-Anforderungen weiter. Um zu gewährleisten, dass die Nutzer der neuen, speziell auf die Energiemeteorologie optimierten Vorhersagen bereits frühzeitig in die Entwicklung eingebunden sind, wird das Projekt von den assoziierten Partnern Amprion, 50Hertz und EnBW begleitet und unterstützt. Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) fördert das Projekt PermaStrom mit 2,5 Millionen Euro.

© IWR, 2020


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16.07.2020

 



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