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Antragszahlen für Elektroautos klettern im Juli deutlich

© Adobe Stock / Fotolia© Adobe Stock / FotoliaBerlin - Die geänderte Richtlinie für die Förderung von Elektro-Fahrzeugen, die am 08. Juli 2020 in Kraft getreten ist, scheint zu wirken. Insgesamt wurden im Juli so viele Anträge im Rahmen der neuen Innovationsprämie gestellt wie in keinem Monat seit der Einführung des Umweltbonus im Juni 2016.

Im Vergleich zur alten Regelung sieht die novellierte und im Juli in Kraft getretene Förderrichtlinie zur „Innovationsprämie“ eine Verdoppelung des staatlichen Anteils beim Kauf von E-Autos vor. Die Richtlinie geht auf den Beschluss des Koalitionsausschuss zurück, der Anfang Juni 2020 eine Erhöhung der Kaufprämie für Elektrofahrzeuge (Umweltbonus) beschlossen hat. Die deutlich anziehenden Antragszahlen für die Innovationsprämie im Juli 2020 wecken die Hoffnung, dass die Dynamik auf dem Markt für Elektrofahrzeuge nun deutlich anzieht.

Innnovationsprämie kurbelt Nachfrage nach Elektrofahrzeugen an
19.993 Mal wurde im Juli die Innovationsprämie für den Kauf eines E-Autos oder Plug-in-Hybrids beantragt. Das ist der höchste Wert seit Einführung des Umweltbonus im Juni 2016. Insgesamt wurden seit Jahresbeginn 69.606 Anträge gestellt. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) eine Steigerung um 78,6 Prozent.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier zeigte sich erfreut angesichts der aktuellen Entwicklung im Juli: Die Innovationsprämie wirke und treibe die Elektromobilität in Deutschland voran, so Altmaier. Die erhöhte Förderung gebe weiteren konjunkturellen Schwung zum richtigen Zeitpunkt. „Unser Ziel ist es, dass der Aufschwung im Herbst deutlich an Fahrt gewinnt - die Rekordzahlen bei der Innovationsprämie zeigen, wie das geht“, so Altmaier weiter.

Auch Torsten Safarik, Präsident des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), begrüßt die Resonanz auf die Innovationsprämie. „Die Rekordzahl bei den Förderanträgen für die Innovationsprämie setzt einen starken Impuls für die Elektromobilität in Deutschland. Wir sind zuversichtlich, dass die hohe Nachfrage weiter anhält“, so Safarik.

BAFA setzt auf schlankes, effizientes Antragsverfahren
Die neue Innovationsprämie ist als Teil des Zukunftspakets zur Bewältigung der Corona-Krise am 8. Juli in Kraft getreten und geht auf das Ergebnis des Koalitionsausschusses vom 3. Juni 2020 zurück. Sie verdoppelt den staatlichen Anteil an der Förderung von E-Autos und Plug-in-Hybriden. Die Europäische Kommission hat die „Innovationsprämie“ beihilferechtlich geprüft.

Noch bis Ende 2021 können Käuferinnen und Käufer von Fördersätzen bis zu 9.000 Euro profitieren, wenn sie ein Fahrzeug kaufen oder leasen, das nach dem 3. Juni 2020 zugelassen wurde bzw. wird. Ein Antrag auf Unterstützung durch die „Innovationsprämie“ ist bis einschließlich zum 31. Dezember 2021 beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle möglich. Dabei nutzt das BAFA ein schlankes einstufiges Verfahren, um die neue Innovationsprämie effizient und bürgerfreundlich umzusetzen.

Markt für Elektrofahrzeuge zieht langsam an
Insgesamt zeigt sich bei den Neuzulassungen von Pkw im ersten Halbjahr 2020 ein deutlicher Einbruch aufgrund der Covid 19-Pandemie. Dieser spiegelt sich insbesondere bei den Neuzulassungen von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor wider. Trotz anziehender Antragszahlen ist der Anteil von Elektroautos (reine Elektrofahrzeuge und Plug-In-Hybride) allerdings weiterhin vergleichsweise niedrig, Pkw mit reinem Antrieb über Verbrennungsmotoren machen bei den Neuzulassungen derzeit weiterhin den Großteil aus.

Insgesamt wurden im ersten Halbjahr 2020 nach Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes rd. 1,2 Millionen Pkw zum Straßenverkehr zugelassen (Jan-Jun 19: rd. 1,9 Millionen Pkw). Mit rd. 44.300 Pkw (Jan-Jun 19: rd. 31.060) machen reine Elektrofahrzeuge einen Anteil von 3,7 Prozent aus. In der Kategorie der Plug-In-Hybride wurden rd. 49.500 Pkw (Jan-Jun 19: rd. 16.530) neu zugelassen, was einem Anteil von 4,1 Prozent entspricht. Mit rd. 619.100 Fahrzeugen (51,1 Prozent) machen Pkw mit Benzinmotoren (Jan-Jun 19: rd. 1,1 Mio. Pkw) den größten Anteil aus. Auf Dieselfahrzeuge entfallen im ersten Halbjahr 2020 mit 383.400 Pkw (31,7 Prozent) (Jan-Jun 19: rd. 609.000 Pkw). Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes über die Neuzulassungen im Juli 2020 liegen derzeit noch nicht vor (Stand: 04.08.2020).


© IWR, 2020


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04.08.2020

 



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