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MVV Energie AG nach neun Monaten auf Vorjahresniveau

© MVV© MVVMannheim - Die MVV Energie AG aus Mannheim hat die Zahlen für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2020 vorgelegt. Im Zeitraum 01.10.2019 - 30.06.2020 ist der Umsatz des Energiekonzerns etwas zurückgegangen, das operative Ergebnis ist leicht gestiegen, die Prognose für das Gesamtjahr bestätigt MVV.

Das Mannheimer Energieunternehmen MVV Energie AG hat die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2019/2020 trotz anhaltender Verunsicherung in den Märkten auf Vorjahresniveau abgeschlossen und die Jahresprognose bekräftigt. Im Hinblick auf die Wärmewende appelliert das Unternehmen an die Energiepolitik, gesetzlichen Ankündigungen jetzt auch die konkrete Umsetzung folgen zu lassen.

9 Monats-Bilanz: Umsatz leicht gesunken, operatives Ergebnis stabil
Das Mannheimer Energieunternehmen MVV hat die Zahlen für die ersten drei Quartale des Geschäftsjahres 2019/2020 vorgelegt. Insgesamt sieht sich das Unternehmen auf Kurs. Der Umsatz ist von Oktober 2019 bis Juni 2020 um knapp 5 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro (Mrd. Euro) zurückgegangen (Vorjahr 2019: 2,85 Mrd. Euro). Das operative Ergebnis (Adjusted EBIT) liegt mit 208 Millionen Euro (Mio. Euro) auf Vorjahresniveau (2019: 207 Mio. Euro). Das bereinigte Ergebnis je Aktie fällt mit 1,40 Euro pro Aktie um 5 Prozent niedriger aus als im Vorjahr (2019: 1,47 Euro / Aktie). Zu der stabilen Ergebnisentwicklung haben im laufenden Geschäftsjahr die Inbetriebnahme des neuen Kieler Gasheizkraftwerks, eine höhere Anlagenverfügbarkeit im Umweltbereich sowie die Anbindung der thermischen Abfallverwertungsanlage in Mannheim an das regionale Fernwärmenetz beigetragen.

Weiter ausgebaut hat die Unternehmensgruppe die eigene Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien (EE) mit der Inbetriebnahme des vom Tochterunternehmen Windwärts entwickelten und gebauten Windpark Siegfriedeiche im Hochtaunuskreis im Mai 2020. Bereits Ende 2019 hat zudem ein neuer Windpark im saarländischen Freisen seinen Betrieb aufgenommen. Insgesamt verfügt MVV derzeit über EE-Anlagen mit einer installierten Leistung von 486 Megawatt (MW).

Auch die Energiewirtschaft ist und bleibe direkt von der Corona-Pandemie betroffen, sowohl was den Energieverbrauch und damit verbunden den Energieabsatz an Kunden als auch was die Preisentwicklung auf den Energiemärkten angehe, so MVV-Chef Dr. Müller zur Entwicklung in den ersten neun Monaten. MVV komme bisher aber gut durch die Krise und arbeite intensiv daran, sie auch künftig erfolgreich zu meistern.

Prognose für das Gesamtjahr bestätigt
Trotz der Unsicherheiten im Zuge der Covid-19-Pandemie bestätigt MVV seine eigene Prognose für das Gesamtjahr 2020. MVV geht demnach weiterhin davon aus, dass sowohl die bereinigten Umsatzerlöse als auch das Adjusted EBIT etwa auf dem Niveau des Vorjahres liegen werden. 2019 erreichte MVV ein operatives Ergebnis von 225 Mio. Euro bei einem Umsatz in Höhe von 3,7 Mrd. Euro. Dabei hänge die weitere Entwicklung nach wie vor insbesondere von Dauer und Umfang der Einschränkungen sowie Tempo und Reichweite der wirtschaftlichen Erholung in den einzelnen Sektoren ab.

Wärmewende-Appell: Gesetzlichen Ankündigungen muss konkrete Umsetzung folgen
Angesicht des voranschreitenden Klimawandels bleibt es aus MVV-Sicht wichtig, das Thema Klimaschutz ganz oben auf die Agenda zu setzen. Im Rahmen der Unternehmensstrategie setzt MVV bereits seit langem auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Deshalb hält MVV an einem hohen Investitionstempo fest. In den letzten neun Monaten hat MVV 247 Mio. Euro investiert, das sind rund 22 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Im Hinblick auf die weitere Umsetzung der Energiewende und den Kohleausstieg fordert MVV von der Bundespolitik für die Behandlung von jungen Steinkohlekraftwerken, eine grüne Wärmeversorgung und den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien konkrete Regelungen und Verordnungen, die den gesetzgeberischen Zielsetzungen tatsächlich gerecht werden.


© IWR, 2020


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