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Künstliche Intelligenz (KI): Stromnetze sollen intelligenter werden

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Saarbrücken - In Zukunft muss die Stromerzeugung nicht nur auf den stärker schwankenden Verbrauch reagieren. Auch die Leistung der Energieerzeugungsanlagen wird volatiler. Im Rahmen eines neuen Projekts soll die klassische Netzberechnung mit künstlicher Intelligenzen kombiniert werden um Stromnetze intelligenter zu machen.

Unter dem Namen „GridAnalysis – KI-basierte Netzsimulation“ ist im September 2020 ein neues Forschungsprojekt im Bereich der Elektro- und Informationstechnik an den Start gegangen. Unter der Führung der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (htw saar) wird unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Michael Igel die klassische Stromnetzberechnung der Elektroingenieure mit Verfahren des maschinellen Lernens der Informatiker kombiniert. Dabei wird auch die auf Künstlicher Intelligenz (KI) basierende Netzsimulation angewandt.

Um den Zustand von Stromverteilernetzen zu analysieren und zu überwachen, will das Projekt GridAnalysis die unterschiedlichen, komplexen Daten (u.a. EE-Stromerzeugung, E-Autos, Batterien, Smart Home Lösungen) zusammenführen und auswerten. Dazu sollen Elektrotechnik und Informatik noch stärker kombiniert werden, um dieses Ziel zu erreichen. In dem Projekt GridAnalysis werden dazu Modelle und Methoden zur Simulation von Stromverteilernetzen entwickelt, die auf klassischer Netzberechnung sowie Verfahren des maschinellen Lernens beruhen.

Das mit einer Gesamtsumme von rund 1,8 Mio. Euro vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Rahmen des 7. Energieforschungsprogramms der Bundesregierung geförderte Projekt erfolgt in enger Zusammenarbeit zwischen KI-Forscherinnen und Forschern vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und Elektroingenieuren/-innen für Stromnetze der htw saar, der VSE Verteilnetz GmbH sowie der Stadtwerke Saarlouis GmbH.

© IWR, 2020

01.10.2020