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Netzkosten: ABB gewinnt Auftrag über neue Phasenschieber-Transformatoren von Amprion

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Zürich, Schweiz - Der Schweizer Technologiekonzern ABB liefert an den Netzbetreiber Amprion zwei Phasenschieber-Transformatoren (PSTs). Der Auftrag hat einen Wert von 30 Millionen US-Dollar, teilte ABB mit.

Die Phasenschieber-Transformatoren helfen dabei, den Stromfluss im deutschen Stromnetz zu optimieren und die Redispatch-Kosten zu senken. Die Netzbetreiber setzen Phasenschieber aus unterschiedlichen und vielfältigen Gründen ein, u.a. wegen des wachsenden Anteils erneuerbarer Energien, aber auch um den Stromhandel zwischen Ländern oder Energieversorgern zu steuern oder auch um lokale Stromnachfragespitzen besser realisieren zu können.

Phasenschieber-Transformatoren sind eine Art Pförtner, mit deren Hilfe der Leistungsfluss bspw. zwischen dem 220- und dem 380-kV-Netz verschoben bzw. gezielt gesteuert werden kann. Teure Netzausbauten werden so teilweise verhindert. Nach Angaben von ABB können die beiden jetzt gelieferten Transformatoren mit je 2.494 Megavoltampere (MVA) Kapazität über einen Zeitraum von 3 Jahren Einsparungen an Redispatch-Kosten von mehr als 100 Millionen Euro (etwa 110 Millionen Dollar) ermöglichen.

Redispatch-Kosten: Kraftwerksbetreiber übermitteln die Fahrpläne ihrer Kraftwerke für den Folgetag an die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB). Auf dieser Basis werden Lastflussberechnungen durchgeführt, Engpässe in Netzabschnitten ermittelt und ggf. Kraftwerksbetreiber zur Verschiebung von geplanten Stromproduktionen angewiesen (Redispatch).

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22.11.2019