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Power2People: Green City Stromtarif unterstützt Betreiber von kleinen PV-Anlagen

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München - Ende 2020 endet für viele Betreiber von regenerativen Energieerzeugungs-Anlagen der 20-jährige Vergütungszeitraum des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Um sich gesetzeskonform zu verhalten, müssen Betreiber von Solarstromanlagen, die die Anlage weiter betreiben und den Solarstrom weiter ins Netz einspeisen wollen, dann vergleichsweise aufwändige Umrüstungen vornehmen. Gerade für Betreiber von kleinen Solaranlagen dürfte das Upgrade auf die neue Zählertechnik allerdings zu umständlich und vor allem zu unrentabel sein.

Der Münchener Ökostromanbieter Green City Power hat vor diesem Hintergrund mit dem Green City Power2People-Tarif ein Angebot entwickelt, das speziell den Solarstrom aus kleinen PV-Anlagen nutzt. Für das Angebot wird Green City Power künftig Solarstrom aus PV-Anlagen ab 30 kWp Leistung direkt bei den Betreibern von Solaranlagenbetreibern einkaufen und in den Energiemix des neuen Tarifs einfließen lassen. Damit kann jeder Stromkunde, der den neuen Tarif bezieht, dazu beitragen, den Weiterbetrieb der Solaranlagen zu sichern. Ziel von Green City Power ist im Rahmen des Tarif-Angebotes bis Ende des Jahres 2021 ein 20 Prozent-Stromanteil, der über „gerettete“ PV-Anlagen abgedeckt wird. Eine Win-Win-Situation für Betreiber von Kleinanlagen, die auch nach Ende des Vergütungszeitraumes weiter Solarstrom einspeisen können, und Stromkunden, die den Solarstrom abnehmen und so für den weiteren Erhalt der Solaranlagen sorgen, so der Münchener Ökostrom-Anbieter.

„Wir schließen so den Kreis zwischen Anbietern und Abnehmern. Mit dem Tarif können wir eine starke Solar-Gemeinschaft bilden, zahlreiche Anlagen gemeinsam vor dem Aus retten und den Betreibern über das Jahr 2020 hinaus Sicherheit bieten“, so Green City Power-Geschäftsführer Michael Renninger. Die aktuellen Regularien zum Weiterbetrieb von Solaranlagen bezeichnet er auch vor dem Hintergrund des Klimawandels als kontraproduktiv. „Wir brauchen hier rasch eine politische Lösung, wie günstiger und klimafreundlicher Solarstrom von Kleinanlagen auch weiterhin ins öffentliche Netz eingespeist werden kann“, so Renninger weiter.

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06.04.2020