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Erste Solarausschreibung in Portugal mehrfach überzeichnet

© Fotolia© FotoliaLondon, UK – Die portugiesische Regierung möchte bis 2050 die CO2-Neutralität erreichen. Bereits bis 2030 sollen 80 Prozent des portugiesischen Strombedarfs aus sauberer Energieerzeugung gedeckt werden. Die erste PV-Ausschreibung des Landes war mehrfach überzeichnet.

Portugal baut den Anteil der regenerativen Energien an der Stromerzeugung aus. Neben dem Ausbau der Windenergie soll bis 2030 die installierte PV-Leistung auf bis zu 9.900 MW gesteigert werden. Jetzt erfolgte die erste PV-Ausschreibung, eine zweite Ausschreibung ist für Januar 2020 geplant.

Ergebnisse der ersten PV-Ausschreibung in Portugal - Zielmarke wird übertroffen
Bis 2021 möchte die portugiesische Regierung laut Plan die Photovoltaik-Leistung zunächst auf 1.600 Megawatt (MW) ausbauen, 2030 soll die installierte PV-Leistung dann eine Bandbreite zwischen 8.100 bis 9.900 MW erreichen. Dabei setzt die portugiesische Regierung auf Ausschreibungen.

Die erste PV-Ausschreibung Portugals über eine Leistung von 1.400 MW mit Schwerpunkten in den sonnenreichen Regionen Alto Alentejo, Baixo Alentejo und an der Algarve ist jetzt zu Ende gegangen. Mit Angeboten über eine PV-Leistung von 10.000 MW, die von 64 Unternehmen eingereicht wurden, war das Interesse der Investoren sehr groß und die Ausschreibung nach Angaben des Dienstleistungs- und Beratungsunternehmens Global Data mehrfach überzeichnet.

In Portugal sind nach Angaben von Global Data bereits Solaranlagen mit einer PV-Leistung 1.220 MW in der Pipeline, die sich in unterschiedlichen Entwicklungsstufen befinden. Bis 2023 soll die installierte Leistung eigentlich nur auf 1.740 MW steigen. Unter Berücksichtigung der Zuteilung aus dieser ersten Auktion sowie wegen der bereits für Januar 2020 geplanten zweiten Auktion geht Global Data davon aus, dass die installierte PV Kapazität im Jahr 2023 voraussichtlich im Bereich von 3.800 MW bis 4.300 MW und damit deutlich oberhalb der Zielmarke der Regierung liegen wird.

Schwimmender Offshore-Windpark in Portugal im Bau
Neben der Solarenergie ist auch der Ausbau der Windenergie in Portugal auf der Agenda. Im Bereich der Offshore-Windenergie steht derzeit vor allem der Bau des schwimmenden Offshore-Windparks „Windfloat Atlantic“ im Fokus. Mit dem Beginn der Installation der ersten von drei Turbinen im Hafen von Ferrol hat das Projekt vor einigen Tagen einen wichtigen Meilenstein erreicht. Das Windfloat Atlantic Project wird gemeinsam von dem Windplus-Konsortium realisiert, an dem EDP Renewables (54,4 Prozent), Engie (25 Prozent), Repsol (19,4 Prozent) und Principle Power Inc. (1,2 Prozent) beteiligt sind. Der Windpark wird aus insgesamt drei MHI Vestas Offshore-Windenergieanlagen mit einer Leistung von jeweils 8,4 Megawatt (MW) bestehen, die auf schwimmenden Plattformen montiert sind. Diese werden am Meeresboden in einer Tiefe von etwa 100 m in einer Entfernung zur Küste von etwa 20 km verankert. Die Inbetriebnahme des Parks ist für das 2. Halbjahr 2019 vorgesehen.

© IWR, 2019


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29.07.2019

 



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