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Deutsch-Niederländische Förderkooperation soll Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft beschleunigen

© Adobe Stock / Fotolia© Adobe Stock / FotoliaBerlin - Deutschland und die Niederlande wollen ihre klima- und energiepolitischen Beziehungen weiter vertiefen. Die Regierungen von Deutschland und den Niederlanden haben sich vor diesem Hintergrund gestern (04.10.2022) zu einem Klimakabinett im Kanzleramt in Berlin getroffen.

Deutschland will bis 2045 klimaneutral werden, die Niederlande bis 2050. Der Schlüssel hierfür ist Grüner Wasserstoff. Denn mit ihm können Bereiche dekarbonisiert werden, die sich nicht oder nur schwer unmittelbar elektrifizieren lassen und zugleich das Klima stark belasten – wie bestimmte Industrieprozesse, unter anderem in der chemischen Industrie. Eine länderübergreifende Forschungskooperation soll den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft durch Synergieeffekte forcieren.

BMBF und BMWK starten gemeinsamen Förderaufruf zu Grünem Wasserstoff und Grüner Chemie
Zur Sitzung des deutsch-niederländischen Klimakabinetts haben das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gestern (04.10.2022) den neuen Förderaufruf „Electrochemical Materials and Processes for Green Hydrogen and Green Chemistry“ (ECCM) am vorgestellt. Gemeinsam mit dem niederländischen Forschungsrat rufen BMBF und BMWK dazu auf, Vorschläge für Forschungsprojekte im Bereich der elektrochemischen Materialien und Prozesse für Grünen Wasserstoff und Grüne Chemie einzureichen.

Über die Kooperationsprojekte zwischen deutschen und niederländischen Partnern sollen Kompetenzen beider Länder gebündelt werden, um hochinnovative und praxisrelevante Lösungen und Verfahren für Grünen Wasserstoff und Grüne Chemie zu entwickeln. Die Projektideen sollen dabei Partner entlang der gesamten Innovationskette von der Forschung über die Industrie bis hin zu Endnutzern einbeziehen.

„Deutschland und die Niederlande bilden zusammen ein starkes Industrie-Cluster. Diese Stärke wollen wir zur gemeinsamen Entwicklung technologischer Innovationen nutzen. Mit ihnen soll der Hochlauf einer grünen Wasserstoffwirtschaft in beiden Partnerländern beschleunigt werden“, so Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger zum Start der deutsch-niederländischen Förderinitiative. „Durch die Kombination der nationalen Stärken können Synergien genutzt und deutliche Fortschritte im Aufbau globaler Lieferketten für grünen Wasserstoff erreicht werden“, ergänzt Bundeswirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck.

Nur Projekte mit Mehrwert gegenüber rein nationalen Vorhaben förderfähig
Die Themen, zu denen Forschende Entwürfe einreichen können, sind unter anderem Produktion von Wasserstoff durch Elektrolyse, Speicherung von Wasserstoff, Power-to-X-Technologien und nachgelagerte Prozesse zur Herstellung von Energieträgern und „grünen“ Chemikalien, Elektro-Synthese und elektrochemische Umwandlung, Auslegungs- und Herstellverfahren für Technologien zu grünem Wasserstoff sowie Systemdesign und Systemintegration.

Voraussetzung für eine Förderung ist, dass die Projekte auf deutscher und niederländischer Seite als unterstützungswürdig und hoch aussichtsreich bewertet werden. Außerdem müssen die Vorhaben gegenüber rein nationalen Projekten einen belegbaren Mehrwert aufweisen und die Zusammenarbeit der Partner stärken. Die Begleitung der Projekte erfolgt über die Projektträger in den Niederlanden (NWO) und Deutschland (PtJ).

Es wird eine Förderung von je fünf Millionen Euro auf deutscher und niederländischer Seite bereitgestellt, mit denen voraussichtlich 5 bis 15 Verbundprojekte angestoßen werden können.


© IWR, 2022


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05.10.2022

 



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