Agri-PV-Hybridkraftwerk im österreichischen Parndorf: Vorzeigeprojekt vereint Photovoltaik, Windkraft und Speicher
Wien (Österreich)/Hamburg – In Parndorf bei Wien haben die Oekostrom AG, Green Planet Energy eG und die Stadtwerke Hartberg den offiziellen Startschuss für eines der innovativsten Energieprojekte Österreichs gegeben: ein Agri-PV-Hybridkraftwerk mit einer Leistung von 17 MWp, das ab Januar 2026 rechnerisch ausreichend Strom für die Versorgung von rund 6.320 Haushalten erzeugen soll.
Im Rahmen des Projekts werden Photovoltaik, Windkraft und Batteriespeicher zu einem Hybridkraftwerk kombiniert, das Strom bedarfsgerecht bereitstellt. Gleichzeitig wird die Fläche landwirtschaftlich genutzt – unter anderem durch Schafbeweidung zur ökologischen Pflege der Grünflächen. Die Anlage wird an den bestehenden Windpark Parndorf angebunden und nutzt gemeinsame Infrastruktur, um Kosten und Ressourcen zu sparen.
„Dieses Projekt ist ein echter Meilenstein“, sagt Jan Häupler, Vorstandsmitglied der Oekostrom AG. Es sei ein gelungenes Beispiel dafür, wie erneuerbare Technologien ökologisch und wirtschaftlich verknüpft werden können. Julian Tiencken von Green Planet Projects betont: „Die besondere Bauart mit der Sonne nachgeführten Photovoltaikmodulen ermöglicht, dass das Erzeugungsprofil optimiert wird und besser zum Verbrauch passt. Wegweisend ist auch die Überbauung des bestehenden Netzanschlusspunktes, mit der wir Synergieeffekte nutzen und Kosten sparen.“
Christoph Ehrenhöfer von den Stadtwerken Hartberg spricht von einer „großartigen Mehrfachnutzung und komplementären Energieproduktion“. Auch die Politik steht hinter dem Projekt: Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil lobt es als Beweis, „dass Energiewende mit der Umwelt und nicht auf deren Kosten möglich ist“. Bürgermeister Wolfgang Kovacs sieht in Parndorf ein Modell für zukunftsorientierte Regionalentwicklung.
© IWR, 2026
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