Europäische Solarindustrie: Meyer Burger eröffnet neues Solarzellen-Werk
Gwatt (Thun), Schweiz / Thalheim (Stadt Bitterfeld-Wolfen) - Die Schweizer Meyer Burger AG hat am Standort Thalheim die neue Solarproduktion offiziell in Betrieb genommen. Die feierliche Eröffnung des neuen Werks fand wegen der COVID-19-Pandemie digital statt.
Vor Ort begrüßte CEO Gunter Erfurt persönlich und virtuell einige Personen, darunter den Ministerpräsidenten des Landes Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff, den Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt, Prof. Armin Willingmann, und Armin Schenk, Oberbürgermeister von Bitterfeld-Wolfen.
Meyer Burger setzt neben der Infrastruktur im ehemaligen Solarvalley auf gut ausgebildetes und erfahrenes Personal in der Region. Mit der ersten Ausbaustufe von 400 Megawatt hat Meyer Burger bereits etwa 350 Arbeitsplätze an zwei neuen Standorten geschaffen.
Im Juni soll die Produktion in Thalheim hochgefahren werden. Im hochautomatisierten Vollbetrieb sollen täglich bis zu 200 000 Solarzellen vom Band laufen. Am Standort Thalheim steht derzeit eine Gesamtfläche von 27.000 Quadratmetern zur Verfügung. Diese ist ausreichend für den angestrebten schnellen Ausbau auf 1,4 Gigawatt Solarzellenkapazität. Bis 2026 ist ein Kapazitätsausbau auf 5 Gigawatt angestrebt. In Thalheim wird Meyer Burger neben der Produktion wichtige Unternehmensbereiche unterbringen, darunter Vertrieb und Marketing. Die Solarzellen werden in Freiberg zu Solarmodulen verarbeitet. Sein dortiges Solarmodulwerk eröffnet Meyer Burger am 26. Mai 2021. Ab Juli werden die ersten Module von dort ausgeliefert.
Meyer Burger hat bei seinen Lieferketten die Themen Regionalität und Nachhaltigkeit im Fokus. Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme bestätigte Anfang dieses Jahres, dass die Solarzellenproduktion in Bitterfeld-Wolfen gegenüber herkömmlicher Fertigung erhebliche Vorteile für die Umwelt aufweist. Das honorierte das Bundesland Sachsen-Anhalt mit einer Zusage für eine Umweltschutzbeihilfe in Höhe von bis zu 15 Millionen Euro sowie einem Investitionszuschuss von bis zu 7,5 Millionen Euro.
„Meyer Burger ist es in kürzester Zeit gelungen, in Bitterfeld-Wolfen einen neuen Produktionsstandort für Solarzellen und Module aufzubauen und hochwertige Arbeitsplätze zu schaffen“, so Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann zur Eröffnung. Dies zeige beispielhaft, dass sich Sachsen-Anhalt zu einem attraktiven Standort für nationale und internationale Investoren entwickelt habe, so Willingmann weiter.
CEO Gunter Erfurt bedankte sich für die Unterstützung durch die Politik und sagte: „Meyer Burger setzt am historischen Solarstandort «Solar Valley» einen Meilenstein auf dem Weg Europas zu mehr strategischer Unabhängigkeit bei der Schlüsseltechnologie Photovoltaik. Das ist ein Beispiel für die erfolgreiche Transformationsfähigkeit der europäischen Industrie hin zu nachhaltigem Wirtschaften.“
© IWR, 2026
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