Infineon setzt an vier Standorten auf Grünstrom: Infineon schließt Stromliefervertrag mit PNE über zehn Jahre
Cuxhaven - Power Purchase Agreements (PPA) gewinnen für Unternehmen zunehmend an strategischer Bedeutung. Angesichts volatiler Strommärkte und wachsender Anforderungen an Klimaneutralität bieten sie eine verlässliche Möglichkeit, langfristig sauberen Strom zu fest kalkulierbaren Preisen zu beziehen.
Für die Industrie sind PPAs damit ein zentrales Instrument zur Absicherung einer nachhaltigen Energieversorgung und zur Erreichung eigener Klimaziele.
Der Halbleiterhersteller Infineon Technologies hat mit der PNE AG einen langfristigen Stromliefervertrag (PPA) unterzeichnet. Der Vertrag sieht vor, dass Infineon über einen Zeitraum von zehn Jahren grünen Strom aus zwei brandenburgischen Windparks bezieht. Die Standorte Dresden, Warstein, Regensburg und München/Neubiberg sollen auf diese Weise versorgt werden.
Die Windparks „Schlenzer“ und „Kittlitz III“ verfügen gemeinsam über eine Leistung von 24 Megawatt. Über die Laufzeit des Vertrags sollen etwa 550 Millionen Kilowattstunden (550 Gigawattstunden) Strom geliefert werden. Das entspricht dem Jahresverbrauch von rund 137.000 Haushalten.
PNE sieht den Abschluss als Signal für die wachsende Bedeutung langfristiger PPAs im industriellen Umfeld. „Wir freuen uns, dass wir Industrieunternehmen wie Infineon dabei unterstützen können, ihre eigenen Klimaziele und eine dekarbonisierte Produktion zu erreichen“, sagte Roland Stanze, Chief Operating Officer der PNE AG.
Der Vertrag wurde in einem von Marktunsicherheiten geprägten Umfeld geschlossen, in dem Industrieabnehmer ebenso wie Grünstromproduzenten einer zunehmenden Volatilität und Unsicherheit gegenüberstehen. „Daher kommt es bei solch langfristigen Partnerschaften umso mehr auf eine ausgewogene Risikoverteilung, innovative Handelskonzepte und gegenseitiges Vertrauen an“, so Christoph Reisky, Senior PPA Originator bei PNE.
Der Schritt unterstreicht Infineons Bemühungen um eine nachhaltige Energieversorgung seiner Produktionsstandorte. Gleichzeitig stärkt er das PPA-Modell als wichtiges Instrument zur Finanzierung erneuerbarer Energien in Deutschland.
© IWR, 2026
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