Stromtrasse: Bundesnetzagentur entscheidet über weiteren SuedLink-Abschnitt
Bonn - Die Bundesnetzagentur hat die Bundesfachplanung für den Abschnitt E (SuedLink) abgeschlossen. Die Entscheidung bezieht sich auf das Teilstück zwischen Arnstein (nördlich von Würzburg) und dem Umspannwerk Großgartach (westlich von Heilbronn).
Die Bundesnetzagentur folgt in ihrer Festlegung weitestgehend dem Vorschlag des Trassenverlaufs der TenneT TSO GmbH und der TransnetBW GmbH, wonach der Großraum Würzburg westlich umgangen wird. Lediglich bei Heckfeld wurde abweichend vom Vorschlag die Westumgehung festgelegt.
Ab Kochendorf (Bad Friedrichshall) soll das bestehende Salzbergwerk um neue Strecken ergänzt und für einen ca. 16 km langen untertägigen Verlauf des Erdkabelprojekts bis zum Netzverknüpfungspunkt Großgartach genutzt werden.
Dieser untertägige Verlauf wird die Kosten eines obertägigen Verlaufs zwar übersteigen. Er hat indes zahlreiche, gewichtige Vorteile, da mögliche Konflikte an der Erdoberfläche z.B. mit Siedlungsflächen und der Umwelt von vornherein vermieden werden.
Nach Abschluss der Bundesfachplanung für den südlichen Abschnitt E folgen konkrete Planfeststellungsverfahren. In diesem Genehmigungsschritt wird dann erst der genaue Leitungsverlauf innerhalb des Trassenkorridors und die technische Umsetzung der Stromleitung festgelegt.
Der SuedLink ist, neben Korridor A und SuedOstLink, eine von drei Gleichstromverbindungen von Norden nach Süden. Die Stromleitung zwischen den Netzverknüpfungspunkten Brunsbüttel in Schleswig-Holstein und Großgartach in Baden-Württemberg soll den Offshore-Windstrom von der Nordsee bis in die süddeutschen Ballungsräume des Rhein-Main-Gebietes transportieren.
Geplant ist eine Höchstspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ), die Inbetriebnahme des SuedLink wird für das Jahr 2026 angestrebt, so die Bundesnetzagentur.
© IWR, 2026
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