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Tesvolt startet Bau von neuer Batterie-Gigafactory in Lutherstadt-Wittenberg

© Tesvolt© TesvoltLutherstadt Wittenberg – Der Hersteller von Stromspeichern für Gewerbe und Industrie Tesvolt plant eine Verzehnfachung der aktuellen Produktionsleistung. Am Stammsitz des Unternehmens wird dazu einer der größten Batteriespeicher-Produktionsstandorte in Europa entstehen. Der Startschuss für den Bau ist jetzt gefallen.

Die auf gewerbliche und industrielle Energiespeicherlösungen spezialisierter Tesvolt AG hat offiziell mit dem Bau ihrer neuen Gigafactory am Stammsitz des Unternehmens in Lutherstadt Wittenberg begonnen. Mit der neuen Anlage will Tesvolt einen weiteren wichtigen Beitrag in Richtung europäische Energieunabhängigkeit leisten und seine technologische Vorreiterrolle weiter ausbauen.

Eine der größten Fertigungsanlagen für stationäre Batteriespeicher in Europa
Beim feierlichen Spatenstich waren am Montag (08.04.2024) neben Mitarbeitenden und Partnern von Tesvolt auch renommierte Gäste aus der Politik anwesend, darunter u.a. Dr. Reiner Haseloff, Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, Michael Kellner, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, Christian Tylsch, Landrat des Landkreises Wittenberg sowie Torsten Zugehör, Oberbürgermeister der Lutherstadt Wittenberg. Branchenseitig waren unter anderem Urban Windelen, Bundesverband Energiespeicher Systeme e.V., und Jörg Ebel, Bundesverband Solarwirtschaft e.V. vor Ort vertreten.

„Tesvolt vereint ein hohes Verantwortungsbewusstsein mit einer immensen unternehmerischen Innovationskraft. Darauf basiert die Erfolgsgeschichte, die das Unternehmen in den vergangenen Jahren geschrieben hat. Nun wird ein neues Kapitel hinzugefügt. Die Gigafactory wird ein Vorzeigeprojekt für unser gesamtes Land, davon bin ich fest überzeugt“, so Dr. Reiner Haseloff, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, über die neue Fertigung.

Mit der neuen Fertigung setze Tesvolt auch international neue Maßstäbe, so Daniel Hannemann, Co-Gründer und CEO von Tesvolt. „Unserem Ziel, jeden Winkel dieser Welt mit günstiger, grüner Energie zu versorgen, kommen wir damit ein Stück näher. Denn ohne Batteriespeicher wird es keine Energiewende geben“, so Hannemannn weiter.

Mit einer geplanten jährlichen Fertigungskapazität von 4 Gigawattstunden wird Tesvolt eine der größten Anlagen für gewerbliche stationäre Batteriespeichersysteme in Europa errichten. Für den ersten Bauabschnitt, der die Erstellung der Fertigungsanlage und des vollautomatisierten Hochregallagers umfasst, ist ein Investitionsvolumen von rund 30 Mio. Euro vorgesehen. Die Inbetriebnahme der Tesvolt Gigafactory mit einer Fläche von fast 6.000 Quadratmetern soll 2025 erfolgen. Insgesamt sollen durch die neue Produktion mehr als 400 Arbeitsplätze entstehen.

Verzehnfachung bestehender Kapazitäten folgt erwartetem Marktwachstum
Das neue Fertigungsgebäude verfügt über zwei Etagen und ermöglicht eine hochautomatisierte, effiziente Fertigung von Batteriespeichersystemen. Insgesamt zeichnet sich die Fertigung nach Angaben des Unternehmens durch einen sehr hohen Digitalisierungsgrad aus. Unter anderem werden vollautomatisierte Roboter in Teilen des Fertigungsprozesses integriert. Tesvolt wird mit der neuen Gigafactory in der Lage sein, bis zu 80.000 Speichersysteme jährlich zu fertigen, was einer Verzehnfachung der aktuellen Kapazität entspricht. Dies soll es dem Unternehmen ermöglichen, am dynamischen Marktwachstum für gewerbliche und industrielle Energiespeicherlösungen zu partizipieren. Für die kommenden sechs Jahre gehen Marktexperten von einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von über 30 Prozent allein im europäischen Batteriespeichermarkt aus.

Durch Kleinwindkraftanlagen am Gebäude sowie eine Photovoltaik-Anlage wird Tesvolt nach eigenen Angaben auch künftig eine komplett CO2-neutrale Fertigung seiner Speicherprodukte sicherstellen. Zudem bezieht Tesvolt in der neuen Fertigungsanlage seine Heizenergie durch Luftwärmepumpen und Wärmerückgewinnung. Überschüssiger Strom wird in hauseigenen Batteriespeichern gesammelt. Die neue Gigafactory entspricht dem KfW55-Standard und wird von Goldbeck als Generalunternehmen errichtet.

Mittelfristig zweiter Bauabschnitt mit Ausbau der F&E-Aktivitäten geplant
In einem zweiten Bauabschnitt soll auf dem Gelände von Tesvolt in den nächsten Jahren zudem ein Forschungs- und Entwicklungszentrum entstehen, in dem das Unternehmen seine Batteriespeichersysteme weiterentwickeln kann. Damit soll Tesvolts Position als Technologiepionier in einem sich dynamisch weiterentwickelnden Markt gesichert werden. Für die Mitarbeitenden sollen dabei Angebote integriert werden, die eine innovative Arbeitsweise unterstützen. Dazu zählen nach aktueller Planung ein moderner Schulungsbereich, Hörsäle sowie großräumige, digital-ausgestattete Büroflächen.


© IWR, 2024


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10.04.2024

 



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