Größter Solarpark auf Hawaii am Netz - Strompreise sinken
Kauai – Eine Energiegenossenschaft hat auf Hawaii den größten Solarpark im ganzen US-Bundesstaat eröffnet. Mit dem Betrieb der Photovoltaik-Anlage wird nicht nur Öl und CO2 eingespart, Verbraucher profitieren in Zukunft auch von sinkenden Strompreisen.
Auf Hawaii wurde jetzt der neue Solarpark Koloa des genossenschaftlich organisierten Energieversorgers Kauai Island Utility Cooperative (KIUC) eröffnet. Mit rund zwölf Megawatt(MW) Photovoltaik-Leistung ist die Anlage die größte des gesamten Bundesstaates Hawaii und kann zeitweise über 50 Prozent der Energieeinspeisung abdecken. Die KIUC hat etwa 33.000 Mitglieder und ist der einzige genossenschaftlich organisierte Energielieferant des Bundesstaates Hawaii.
Hoher Besuch aus Washington bei der Solarpark-Eröffnung
Zur Eröffnungsfeier des neuen Solarparks kamen auch hochranginge Vertreter. Extra aus Washington angereist war die Repräsentantin des 2. Kongresswahlbezirks Hawaii im Repräsentantenhaus, Tulsi Gabbard. Außerdem anwesend war der Bürgermeister der Stadt Kauai.
Hawaii: Höchster Solaranteil der USA
Mit der neuen 12-MW-Anlage, bestehend aus 45.360 Paneelen, können etwa 4.000 Haushalte versorgt werden. Damit hat KIUC ihren Anteil an erneuerbaren Energien auf etwa 30 Prozent erhöht. Zu Stoßzeiten der Solarenergieerzeugung können bis zu 50 Prozent der von KIUC eingespeisten Energien aus Solarenergie stammen. Auf Rückfrage von IWR Online erläuterte die KIUC, dass der Tages-Leistungsbedarf der Mitglieder zwischen 55 und 60 MW schwankt und alle Solaranlagen mit einer Leistung von bis zu 32 MW Strom erzeugen können. Nach eigenen Studien ist die KIUC der Energieversorger mit dem höchsten Anteil an Solarenergie auf Hawaii und sogar in ganz USA.
Günstigere Strompreise werden an Mitglieder weitergeben
Die Eröffnung sei ein großer Schritt für das Ziel, den Großteil der Elektrizität aus günstigen, sauberen, erneuerbaren Energien zu erzeugen, sagte David Bissell, Präsident und CEO der KIUC. Er fügte hinzu, dass mit diesem Projekt, der finanzielle Vorteil der Solarenergie an alle Mitglieder weitergegeben werden kann und nicht nur an die, die sich eine eigene Anlage auf dem Dach leisten können.
Photovoltaik statt Öl: Solarstrom deutlich billiger als Stromerzeugung aus Öl
Der Solarpark Koloa kann Elektrizität zu einem Preis von 0,11 US-Dollar pro Kilowattstunde erzeugen. Stromerzeugung aus der Ölverbrennung kostet danach etwa 0,23 Dollar pro Kilowattstunde. Damit können laut KIUC die Energiekosten der Mitglieder in den nächsten 10 Jahren um etwa 10 Prozent gesenkt werden. Des Weiteren werdem durch die Anlage etwa 1,7 Millionen Gallonen (rd. 6,4 Mio. Liter) Öl und 18.000 Tonnen CO2 Emissionen pro Jahr eingespart.
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