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Siemens Gamesa schließt mit Innogy nächsten Auftrag für neue Mega Offshore Windturbine

© Siemens Gamesa© Siemens GamesaEssen - Siemens Gamesa hat die neue Offshore Windturbine mit einer Leistung von bis zu 15 MW erst kürzlich vorgestellt. Künftig wird das neue Siemens Gamesa Flaggschiff voraussichtlich in dem Offshore Windpark Sofia von Innogy vor der britischen Küste installiert.

Der deutsche Energieversorger Innogy SE hat eine Vereinbarung mit Siemens Gamesa als bevorzugter Lieferant für den neuen Turbinentyp SG 14-222 DD unterzeichnet. Die Anlagen sollen in dem britischen Offshore-Windpark Sofia errichtet werden. Die Vereinbarung für das Projekt mit einer Gesamtleistung von 1.400 Megawatt (MW) gilt vorbehaltlich bestimmter Bedingungen, u.a. der finalen Investitionsentscheidung für das Projekt, die im ersten Quartal 2021 getroffen werden soll.

Innogy unterzeichnet Vertrag als Vorzugslieferant mit Siemens Gamesa
Siemens Gamesa hat unter Vorbehalt einen Auftrag über 100 Turbinen seines neuen Offshore-Flaggschiffs vom Typ SG 14-222 DD für den Offshore-Windpark Sofia von Innogy in Großbritannien erhalten. Der Standort des Offshore-Windparks mit einer Gesamtleistung von 1.400 MW (MW – 1,4 Gigawatt (GW)) und einer Gesamtfläche von etwa 593 km2 befindet sich in der Nordsee rd. 195 km vor der britischen Küste in den relativ seichten Gewässern der Dogger Bank. Eine entsprechende Vereinbarung (sog. Preferred Supplier Agreement) wurde heute (22.06.2020) unterzeichnet. Die Vereinbarung umfasst die Herstellung, Installation und Inbetriebnahme der insgesamt 100 Turbinen, jede mit einer Gesamthöhe von 262 Metern. Die Ausführung der Vereinbarung unterliegt dem Abschluss eines Vertrags und der finalen Investitionsentscheidung für das Projekt. Diese soll im ersten Quartal 2021 getroffen werden.

Sofia wird das erste europäisches Offshore-Projekt sein, in dem das neue Siemens Gamesa 14 MW-Modell installiert wird. Die Anlage soll die Marktreife im Jahr 2024 erlangen, rechtzeitig zur Installation auf der Dogger Bank. Anfang 2021 soll mit dem Bau der Onshore-Umspannstation in der Region Teesside begonnen werden, der Start der Bauarbeiten auf See ist für 2023 geplant. Nach ihrer Fertigstellung werden die 100 Windkraftanlagen rechnerisch rund 1,2 Millionen britische Haushalte mit grünem Strom versorgen können.

„Wir haben für Sofia, aktuell unser größtes Projekt in der Entwicklung, diese hochmodernen Offshore-Windturbinen ausgewählt. Damit unterstreichen wir einmal mehr unser Bestreben, bei unseren Projekten auf Innovationen zu setzen“, so Sven Utermöhlen, Senior Vice President Renewables Operations Offshore der Innogy SE. Gemeinsam mit Siemens Gamesa untermauere Innogy die zentrale Rolle der Offshore-Wind beim Aufbau einer klimafreundlichen Energieversorgung der Zukunft.

Auch der neu Siemens Gamesa CEO Andreas Nauen freut sich über die Entscheidung von Innogy für Siemesn Gamesa: „Es erfüllt uns mit Stolz, dass Innogy sich für unsere zuverlässige und bewährte Turbinentechnologie entschieden hat. Wir sind zuversichtlich, dass die Offshore-Windenergie einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Erholung nach der Corona-Pandemie leisten kann, indem sie Arbeitsplätze bietet und zu einer verlässlichen Energieversorgung zu attraktiven Preisen beiträgt“, so Nauen.

Neuer Gigant: 14 MW Offshore Windturbine kommt zum Einsatz
Siemens Gamesa hat die im Sofia-Projekt für den Einsatz vorgesehenen Offshore Windturbine SG 14-222 DD mit Direktantrieb im Mai vorgestellt. Die Leistung der Anlage erreicht 14 MW und kann über eine Power-Boost-Funktion auf bis zu 15 MW gesteigert werden. Die neue Offshore Windturbine zeichnet sich nach Angaben von Siemens Gamesa durch ein geringes Gewicht des Maschinenhauses von lediglich 500 Tonnen aus. Für den Rotor mit einem Durchmesser von 222 Metern kommen die neuen Siemens Gamesa B108-Rotorblätter zum Einsatz. Die jeweils 108 Meter langen „IntegralBlade“ Rotorblätter werden mit der patentierten Siemens Gamesa-Blatt-Technologien in einem Stück gegossen. Ihre Länge entspricht drei Space-Shuttles hintereinander geparkt. Die überstrichene Fläche der Turbine von 39.000 m2 entspricht etwa 5,5 Fußballfeldern. Sie ermöglicht es der SG 14-222 DD, die jährliche Energieproduktion um mehr als 25 Prozent im Vergleich zur Offshore-Windturbine SG 11.0-200 DD zu steigern. Zusammen mit weiteren Preferred Supplier Agreements aus Taiwan und den USA beläuft sich der Auftragsbestand für die neue Offshore-Windturbine nach Angaben von Siemens Gamesa derzeit auf 4.300 MW.


© IWR, 2020


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22.06.2020

 



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