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Wpd erteilt Nordex Auftrag in Schweden - Vestas erhält Zuschlag in Brasilien

© Nordex© NordexHamburg, Bremen, Aarhus / Dänemark - Nordex und Vestas haben neue Aufträge aus Schweden und Brasilien erhalten. Die Aktien der beiden im regenerativen Aktienindex RENIXX World gelisteten Windturbinenhersteller können kräftig zulegen.

Der deutsche Hersteller von Windenergieanlagen Nordex setzt die positive Entwicklung beim Auftragseingang mit einer neuen Order des Bremer Entwicklers und Betreibers von On- und Offshore-Projekten Wpd weiter fort. Die Turbinen für einen Windpark mit knapp 50 Megawatt (MW) Leistung werden aufgrund der Witterung in einer Cold-Climate Variante ausgeliefert. Nachdem Nordex bereits in der letzten Woche einen Großauftrag in Brasilien gelandet hat, meldet nun auch Vestas eine Order über 99 MW aus dem südamerikanischen Land.

Wpd schließt Liefervertrag mit Nordex für schwedisches Onshore Projekt ab
Nordex hat von seinem Stammkunden Wpd einen Auftrag über 47 MW in Schweden erhalten. Für den Windpark „Stöllsäterberget“ liefert die Nordex Group 8 Anlagen des Typs N163/5.X. Der Auftrag umfasst auch einen Premium Service-Vertrag der Turbinen über 15 Jahre mit einer Verlängerungsoption um weitere fünf Jahre.

Der Standort des Windparks „Stöllsäterberget“ liegt zwischen den Provinzen Värmland und Dalarna im Westen Schwedens nahe der norwegischen Grenze. Die vorbereitenden Bauarbeiten für die Zufahrtsstraßen zum Windpark haben im Oktober 2021 begonnen. Die Installation der Turbinen ist Mitte 2023 geplant. Diese werden in der Cold-Climate-Variante mit Anti-Icing-System für die Rotorblätter geliefert, so dass der Betrieb auch bei Temperaturen von bis zu - 30 Grad möglich ist und somit durch die geringeren Ausfallzeiten mit einer hohen Jahresenergieproduktion gerechnet werden kann.

„Wir freuen uns über den bereits dritten Auftrag von Wpd über Turbinen des Typs N163/5.X in den Nordischen Ländern und das uns erneut entgegengebrachte Vertrauen. Bereits 2022 liefern und errichten wir für Wpd in Finnland 33 Turbinen im 188-MW-Projekt "Karhunnevankangas" sowie 17 Anlagen im 96,9-MW-Windpark „Nuolivaara“, so Patxi Landa, Vertriebsvorstand der Nordex Group.

„Mit dem Projekt Stöllsäterberget bauen wir die gute Zusammenarbeit zwischen Wpd und Nordex aus“, so Johanna Bohn, Länderverantwortliche für Schweden bei Wpd. „Unser gesamtes schwedisches Team freut sich sehr, dass wir nun unser erstes gemeinsames Projekt mit Nordex in Schweden umsetzen können und damit gemeinsam einen weiteren wichtigen Beitrag zur Erreichung der nationalen Klimaziele leisten,“ ergänzt Maria Röske, Geschäftsführerin bei Wpd Scandinavia AB.

Der erzeugte grüne Strom wird mit einem „pay-as-produced“ PPA vermarktet, das mit dem Technologie- IT-Riesen Microsoft abgeschlossen worden ist.

Durch das Projekt Stöllsäterberget baut Wpd die Position des Unternehmens auf dem schwedischen Markt aus, nachdem zuletzt 2020 das Projekt Aldermyrberget (17 WEA, 71,4 MW) in Nordschweden in Betrieb genommen werden konnte. Mit der schwedischen Landesgesellschaft Wpd Scandinavia AB will Wpd in den kommenden Jahren eine Reihe weiterer Projekte in Mittel- und Nordschweden entwickeln und ans Netz bringen.

Vestas punktet mit 99-MW-Auftrag in Brasilien
Nordex Mitbewerber Vestas meldet einen Auftrag für ein Projekt in Brasilien, der die Lieferung von 22 V150-4,5-MW-Turbinen sowie einen 15-jährigen Servicevertrag für das Active Output Management 4000 (AOM 4000) umfasst. Die Lieferungen sind für 2023 und die Inbetriebnahme für 2024 geplant. Der Kunde und das Projekt sowie weitere Informationen zu dem Auftrag hat der dänische Windturbinenriese nicht bekannt gegeben.

Aktienkurse von Nordex und Vestas legen in allgemein freundlichem Börsenumfeld zu
Die Aktien von Nordex und Vestas können am heutigen Handelstag kräftig zulegen. Nordex liegt aktuell mit einem Plus von 6,9 Prozent bei einem Kurs von 15,84 Euro (07.12.21, 15:59 Uhr, Börse Stuttgart). Die Aktie von Vestas legt um 6 Prozent auf 28,88 Euro zu (07.12.21, 15:41 Uhr, Börse Stuttgart). Auf Jahressicht liegt Nordex damit aktuell bei einem Kursminus von 29 Prozent, für Vestas ergibt sich ein Minus von 26 Prozent.

© IWR, 2021


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07.12.2021

 



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