Mercedes-Benz setzt mit neuem eArocs 400 die E-Mobilitätsoffensive für Nutzfahrzeuge fort
© Mercedes-Benz TrucksLeinfelden-Echterdingen - Mit dem neuen Mercedes-Benz eArocs 400 unterstreicht Mercedes-Benz Trucks seine Strategie, batterieelektrische Nutzfahrzeuge gezielt für unterschiedliche Transportsegmente zu entwickeln. Nach erfolgreichen Wintertests unter extremen Bedingungen ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zum Serienstart erreicht.
Mercedes-Benz Trucks treibt seine E-Mobilitätsoffensive konsequent voran. Während der neue eArocs 400 den urbanen Bauverkehr elektrifiziert, steht der Mercedes-Benz eActros 600 für den schweren Fernverkehr. Trotz ähnlicher Namenslogik bedienen beide Modelle klar getrennte Einsatzwelten.
Der neue eArocs 400: Robustheit für den urbanen Bauverkehr
Der neue eArocs 400 hat bei Wintertests in Finnland bei Temperaturen bis zu -20 Grad Celsius seine Alltagstauglichkeit eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Im Fokus standen Traktion und Fahrstabilität auf Schnee und Eis, das Batterie- und Ladeverhalten bei extremen Minusgraden sowie die Leistungsfähigkeit des elektrischen Antriebsstrangs inklusive Rekuperation.
Mit einer installierten Batteriekapazität von 414 kWh (zwei LFP-Batteriepakete) und einer 800-Volt-Architektur erreicht der eArocs 400 je nach Aufbau eine Reichweite von bis zu 200 Kilometern als Fahrmischer beziehungsweise bis zu 240 Kilometern als Kipper. Geladen wird mit bis zu 400 kW über CCS2; von 10 auf 80 Prozent vergehen rund 46 Minuten.
Der Zentralantrieb mit integriertem 3-Gang-Getriebe leistet 380 kW dauerhaft und bis zu 450 kW in der Spitze. In Kombination mit bewährten Hypoid- und Außenplanetenachsen sowie einem robusten Rahmenkonzept bleibt die für den Baustelleneinsatz essenzielle Bodenfreiheit und Geländegängigkeit erhalten.
Produziert wird das Grundfahrzeug ab dem dritten Quartal 2026 im Werk Wörth am Rhein, die Integration des elektrischen Antriebs erfolgt bei der Paul Group in Vilshofen an der Donau. Der Verkaufsstart ist für April vorgesehen.
Der eArocs 400 steht damit für lokal CO2-freien und geräuscharmen Transport im straßennahen Bauverkehr – inklusive Einsatz in Low- und Zero-Emission-Zonen sowie in lärmsensiblen Bereichen.
Der eActros 600: Reichweiten-Flaggschiff für die Langstrecke
Im Gegensatz dazu ist der eActros 600 konsequent auf den schweren Fernverkehr ausgelegt. Mit einer Batteriekapazität von rund 600 kWh ermöglicht er Reichweiten von etwa 500 Kilometern ohne Zwischenladung.
Das Fahrzeugkonzept setzt auf maximale Effizienz bei Autobahngeschwindigkeit, aerodynamische Optimierung und hohe Dauerleistung für den europaweiten Gütertransport. Während der eArocs im Baustellenbetrieb mit kurzen, planbaren Tagesdistanzen arbeitet, adressiert der eActros 600 lange Relationen, internationale Logistik und hohe Jahreslaufleistungen.
Beide Modelle teilen sich zentrale Komponenten wie die LFP-Batterietechnologie und Teile des elektrischen Antriebsportfolios, sind jedoch konsequent auf ihre jeweiligen Einsatzprofile zugeschnitten.
Trotz ähnlicher Namensgebung: unterschiedliche Einsatzwelten
Die ähnlichen Namen „Arocs“ und „Actros“ sind historisch gewachsen. Beide gehören zur schweren Lkw-Familie von Mercedes-Benz Trucks, bedienen jedoch unterschiedliche Segmente – Bauverkehr (Arocs) und Fernverkehr (Actros).
Auch die Zahlen folgen einer klaren Systematik. Beim eActros 600 korrespondiert die Bezeichnung direkt mit der rund 600 kWh großen Batteriekapazität. Beim eArocs 400 signalisiert die „400“ eine darunterliegende Leistungs- und Einsatzklasse im Portfolio.
So entsteht eine nachvollziehbare Staffelung: 400 steht für das robuste, regional eingesetzte Baustellenfahrzeug, 600 für das reichweitenstarke Fernverkehrs-Flaggschiff.
Die ähnliche Nomenklatur schafft Wiedererkennung innerhalb der Elektrostrategie, während die unterschiedliche Zahl eine eindeutige Positionierung im Produktportfolio ermöglicht. Mercedes-Benz Trucks verfolgt damit offenbar das Ziel, die Transformation hin zu lokal emissionsfreien Antrieben segmentgenau umzusetzen – von der urbanen Baustelle bis zur internationalen Langstrecke.
© IWR, 2026
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