DIW: Das EEG ist billiger als ein Quotenmodell
Im Bereich der Stromerzeugung haben erneuerbare Energien in Deutschland im Jahre 2004 mit insgesamt 55,8 Mrd. kWh einen Anteil am Bruttostromverbrauch von 9,3 % erreicht. Hiervon entfielen die größten Anteile auf Windenergie, deren Nutzung in den letzten Jahren kräftig zugenommen hat, und Wasserkraft, die hierzulande nur noch wenig erhöht werden kann. Insgesamt haben die erneuerbaren Energien in Deutschland trotz einer kontinuierlichen Zunahme in den vergangenen Jahren bisher noch einen geringen Anteil von rund 3,6 % am gesamten Primärenergieverbrauch, so das DIW.
Der Wochenbericht des DIW Berlin entkräftet die in letzter Zeit von verschiedenen Seiten gegen das EEG vorgebrachte Kritik. So mindert auch eine zunehmende Wirksamkeit des Emissionshandels nicht die Wirksamkeit des EEG, wenn der erhöhte Beitrag erneuerbarer Energien bei der Allokationsplanung angemessen berücksichtigt wird. Und nicht zuletzt deuten Vergleiche mit Ländern wie dem Vereinigten Königreich und Italien, wo Quotensysteme eingeführt wurden, darauf hin, dass eine Abkehr vom EEG in Deutschland zu höheren Strompreisen führen würde. In Deutschland sind die Stromverbraucher vom Jahre 2000 bis 2004 um insgesamt rund 1,7 Mrd. Euro weniger belastet worden, als dies bei einem derartigen Quotensystem der Fall gewesen wäre.
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Quelle: iwr/20.07.05/
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