Arcelor Mittal setzt auf Netzstabilisierung und Kostensenkung: Arcelor Mittal und EDF planen 25-MW-Batteriespeicher in Bremen
Berlin/Bremen - Der Stahlkonzern Arcelor Mittal und EDF Power Solutions Deutschland kooperieren beim Ausbau industrieller Energiespeicher: Die Unternehmen haben einen Vertrag über den Betrieb eines großskaligen Batteriespeichers am Stahlstandort Bremen geschlossen. Die Anlage ist als Zwei-Stunden-Speicher mit einer Leistung von 25 Megawatt und einer Kapazität von 50 Megawattstunden geplant.
Der Speicher wird künftig eine zentrale Rolle im Lastmanagement des Werks von Arcelor Mittal übernehmen. Ziel ist es, Lastspitzen zu reduzieren und die Stromnachfrage gezielt zu steuern. Damit sollen sowohl das Stromnetz entlastet als auch Energiekosten gesenkt werden.
Da Produktionsanlagen in der Stahlindustrie kontinuierlich betrieben werden, schafft die Speicherlösung zusätzliche Flexibilität: Der Speicher lädt und entlädt automatisiert in definierten Zeitfenstern und kann zudem am Strommarkt eingesetzt werden, um Erlöse zu generieren oder Beschaffungskosten zu optimieren.
EDF Power Solutions Deutschland verantwortet im Rahmen eines zehnjährigen Servicevertrags die technische Auslegung, Installation sowie Wartung der Anlage.
„Der Batteriespeicher am Standort Bremen wird einer der größten in Norddeutschland sein. Da das Werk rund um die Uhr Strom abnehmen kann, trägt der Speicher in hohem Maße zur Netzstabilität bei. Damit leisten wir einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz“, erklärt Rainer Böse, CEO Arcelor Mittal Deutschland. Zugleich sei das Vorhaben „ein weiterer Schritt auf dem Weg, um CO2-Emissionen künftig noch stärker zu reduzieren“.
Auch EDF sieht in der Kooperation einen strategischen Ansatz für energieintensive Industrien. „Industrieunternehmen mit zugleich hohem Stromverbrauch und festgelegten Produktionsprozessen benötigen flexible Lösungen. Batteriespeicher bieten genau das - und unterstützen außerdem die Nachhaltigkeitsziele von Arcelor Mittal auf dem Weg zur Klimaneutralität bis 2050“, sagt Clotaire François, Chief Storage and C&I Officer, EDF Power Solutions Deutschland.
© IWR, 2026
Verbund mit schwächerem Quartalsergebnis: Umsatz und Nettoergebnis von Verbund in Q1 2026 rückläufig – Ausblick verbessert - Aktie reagiert kaum
SMA konkretisiert Jahresprognose: SMA startet mit Umsatz- und Ergebniswachstum in das Geschäftsjahr 2026
Eon stärkt Präsenz in Großbritannien: Eon plant Übernahme des britischen Energieanbieters OVO Energy
Baywa r.e. steigt in Betriebsführung eigenständiger Großspeicher ein: Baywa r.e. erhält achtjährigen Servicevertrag für Batterieprojekt Alfeld in Niedersachsen
E-Autos treiben Pkw-Markt: BEV-Anteil steigt im April 2026 auf 25,8 Prozent - mehr als jedes vierte neue Auto fährt rein elektrisch
Das könnte Sie auch noch interessieren
Windenergie in Frankreich - Stromerzeung und Strom-Mix
Klimawandel: Klimaerwärmung gab es schon mal, aber kein 7 Mrd. Menschen
Energiejobs-Newsletter mit aktuellen Stellenangeboten
05.05.2026



