Baden-Württemberg: EE-Plattform kündigt 1.000 MW Solarstromkampagne an
Stuttgart - Das in der letzten Woche von Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller auf dem Solarbranchentag genannte PV-Ausbauziel von 11.000 Megawatt (MW) (11 Gigawatt) bis 2030 wird von der Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg (Plattform EE BW) als deutlich zu wenig ambitioniert kritisiert.
„Der Zubau des Solarstroms ist für die Energiewende in Baden-Württemberg entscheidend. Wir fordern deshalb von der Landesregierung endlich angemessene Zielsetzungen für die Photovoltaik“, so Jörg Dürr-Pucher, Vorsitzender der Plattform EE BW. Mit einem Zubau von mindestens 1.000 Megawatt pro Jahr sind nach Angaben der Initiative bis 2030 mehr als 16.000 MW (16 GW) installierte Photovoltaik-Leistung möglich. Das Festhalten des Ministers am alten 11-Gigawatt-Ziel sei ein falsches Signal und passe nicht zu den vielen bundesweit vorbildlichen Impulsen, die das Landesumweltministerium derzeit gebe, so Dürr-Pucher über die PV-Ausbauziele.
Das Zubauniveau von 1.000 Megawatt Leistung pro Jahr hatte die Solarbranche schon 2010 übertroffen. Ein vergleichbares Solarmodul habe heute die doppelte Leistung wie vor zehn Jahren und koste im Vergleich nur noch 20 Prozent. Jetzt brauche man klare Signale der Politik, um diese modernen Solarstromanlagen auch zu bauen, so Franz Pöter, Geschäftsführer der Plattform EE BW. „Der Mittelstand und die landwirtschaftlichen Betriebe werden dieses Signal verstehen und mit der Erzeugung von selbst genutztem Strom viel Geld sparen und gleichzeitig einen Beitrag zum Klimaschutz leisten“, so Pöter weiter.
Mit Solarstrom als Lokomotive will die Initiative auch dem Ausbau der übrigen Erneuerbaren Energien wieder mehr Schwung verleihen und deshalb in den kommenden Wochen eine 1.000-Megawatt-Solarstromkampagne starten.
© IWR, 2026
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