Bilanz: Verbund mit starker Geschäftsentwicklung im Jahr 2023 - Ausblick 2024 bleibt verhalten
Wien – Nach der Gewinnwarnung für das Jahr 2024 im Februar hat die Verbund AG jetzt die Geschäftszahlen für das Jahr 2023 veröffentlicht. Insgesamt sieht sich der österreichische in einem anspruchsvollen Marktumfeld gut aufgestellt.
Während Verbund 2023 beim Umsatz lediglich eine leichte Steigerung um 1 Prozent auf 10,45 Mrd. Euro verzeichnet (2022: 10,35 Mrd. Euro), konnten die übrigen maßgeblichen Kennzahlen deutlich verbessert werden. So stieg das EBITDA gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 42,1 Prozent auf 4,49 Mrd. Euro (2022: 3,16 Mrd. Euro). Das Konzernergebnis erhöhte sich um 32,0 Prozent auf 2,27 Mrd. Euro (2022: 1,72 Mrd. Euro).
Verbund kündigte an, die Dividende zu erhöhen und in der Hauptversammlung am 30. April 2024 eine Dividende von 4,15 Euro pro Aktie für das Geschäftsjahr 2023 vorzuschlagen. Diese Dividende besteht aus einer ordentlichen Dividende in Höhe von 3,40 Euro und einer Sonderdividende in Höhe von 0,75 Euro pro Aktie.
Die strategische und wirtschaftliche Entwicklung des Verbund-Konzerns im Jahr 2023 war in einem sehr komplexen Umfeld wesentlich von geopolitischen Ereignissen, makro- und mikroökonomischen Faktoren, sektorspezifischen Entwicklungen und regulatorisch/politischen Entscheidungen geprägt, so das Unternehmen über die Entwicklung im Jahr 2023. Insgesamt blicke man auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2023 zurück und gehe als starkes, resilientes und gut positioniertes Unternehmen zuversichtlich in das neue Geschäftsjahr 2024.
In Bezug auf die konkreten Einflussfaktoren auf die Entwicklung an den Energiemärkten betont Verbund die Bedeutung der militärischen Konflikte zwischen Russland und der Ukraine bzw. im Nahen Osten. Diese hätten zu strukturellen Veränderungen in der europäischen Energieversorgung mit Primärenergieträgern geführt und Auswirkungen auf die Preisentwicklung von Strom an den europäischen Großhandelsmärkten gehabt. Zudem wirkten sich höhere Finanzierungskosten sowie höhere Kosten auf der Beschaffungsseite auf die Investitionstätigkeit und die Wirtschaftlichkeit von neuen Projekten aus. Mit den schwierigen Rahmenbedingungen stehe der Energiesektor weiterhin inmitten einer Transformation des Energiesystems hin zu einer dekarbonisierten Stromerzeugung durch die neuen Erneuerbaren, so der Energiekonzern.
Auf Basis einer durchschnittlichen Eigenerzeugung aus Wasserkraft, Windkraft und PV sowie der Chancen- und Risikolage bestätigt Verbund für das Geschäftsjahr 2024 die im Februar im Rahmen der Gewinnwarnung veröffentlichten Zahlen. Demnach rechnet der Energiekonzern mit einem EBITDA zwischen rund 2,6 Mrd. Euro und 3,3 Mrd. Euro und einem Konzernergebnis zwischen rund 1,3 Mrd. Euro und 1,75 Mrd. Euro. Der Ergebnisausblick erfolge unter dem Vorbehalt keiner weiteren Maßnahmen zur teilweisen Abschöpfung von Gewinnen bei Energieunternehmen, so Verbund.
Die Aktie des RENIXX-Konzerns hat in dieser Woche bis Donnerstagabend um 1,8 Prozent auf 66,65 Euro nachgegeben (14.03.2024, Schlusskurs, Börse Stuttgart). Gegenüber dem Kurs zum Jahreswechsel ist das ein Minus von 21 Prozent.
© IWR, 2026
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