Doppelnutzung statt Flächenkonflikt: VSB erhält Genehmigung für Agri-Photovoltaik-Anlage in Umbrien
Potenza (Italien) / Dresden - In der Gemeinde Città della Pieve in der mittelitalienischen Region Umbrien soll eine neue Agri-Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 6,2 Megawatt entstehen.
Der Projektentwickler VSB Italien hat dafür die erforderlichen Genehmigungen - darunter die Umweltverträglichkeitsprüfung und die Autorizzazione Unica (AU) - erhalten. Auf rund 10,6 Hektar Fläche soll die Anlage künftig rechnerisch ausreichend Strom erzeugen, um den Bedarf von etwa 3.300 Menschen zu decken.
Der Baubeginn ist für Mitte 2026 vorgesehen, die Inbetriebnahme für 2027. Aufgrund der komplexen Netzanschlussprozesse wurde der Zeitplan bewusst so gestaltet, dass eine reibungslose Integration und optimale Einbindung in das regionale Stromnetz gewährleistet werden kann.
Das Agri-PV-Konzept kombiniert Photovoltaik mit landwirtschaftlicher Nutzung: Durch eine Fruchtfolge mit Acker- und Futterpflanzen soll die Fläche weiter bewirtschaftet und zugleich ökologisch aufgewertet werden. Laut VSB fördert dies die Bodenfruchtbarkeit und Biodiversität.
„Mit diesem Projekt wollen wir zeigen, dass die Entwicklung erneuerbarer Energien nicht auf Kosten landwirtschaftlicher Produktivität gehen muss, sondern diese sinnvoll ergänzen und bereichern kann“, erklärte Francesco Rossi, Geschäftsführer von VSB Italien.
Dr. Felix Grolman, CEO der VSB Gruppe, sieht in dem Projekt ein Beispiel für gelungene Synergien: „Das Projekt verdeutlicht, wie sich erneuerbare Energien und Landwirtschaft erfolgreich verbinden lassen.“
Die VSB Gruppe mit Hauptsitz in Dresden ist seit 2025 Teil von Total Energies. Der Fokus liegt auf der Entwicklung und dem Betrieb von Onshore-Wind-, Photovoltaik- und Speicherprojekten. In Europa verfügt das Unternehmen über eine Projektpipeline von mehr als 18 Gigawatt.
© IWR, 2026
Job: Städtische Werke AG sucht Projektleiter Elektrotechnik & Erneuerbare Energien (m/w/d) Juwi stärkt Position als Betriebsführungs- und Servicepartner: Juwi übernimmt Betriebsführung für sechs weitere Batteriespeicher
Qualitas Energy trennt Bestands- und Neugeschäft: Qualitas Energy richtet sich strategisch neu aus - Navaris wird neue Marke für das Bestandsgeschäft
Trend zu höheren Batterie-Entladezeiten: NGEN nimmt 170-MWh-Batteriespeicher in Österreich in Betrieb - Zwei-Stunden-Speichersystem
Dänisches Windenergie-Pilotprojekt zur Nachtkennzeichnung : Lightguard simuliert und testet BNK-System erfolgreich in Dänemark
Weitere Sabotage am Stromsystem? Erneuter Vorfall an Strominfrastruktur: RWE-Braunkohlekraftwerke mit 4.200 MW Kapazität vom Netz
Das könnte Sie auch noch interessieren
Solarenergie in Deutschland
Klimawandel: Klimaerwärmung gab es schon mal, aber kein 7 Mrd. Menschen
Gewerbestrom - Strom-Anbieter wechseln
04.09.2025



