Frankreich beschwichtigt: Bloomberg-Bericht - Russland will angeblich französische Uranvorkommen im Niger übernehmen
Nach dem Putsch gegen den Präsidenten Mohamed Bazoum ändert die Interimsregierung im Niger ihre politische Ausrichtung. Das hat bisher weitreichende politische Folgen, auch für Frankreich. Laut einem Bloomberg-Bericht versucht jetzt Russland - nach Angaben mit der Angelegenheit vertrauter Personen -, die sich im Besitz eines staatlich kontrollierten französischen Unternehmens befindlichen Uranvorkommen im Niger zu übernehmen.
Dazu habe die staatlich-russische Rosatom Kontakte zu den militärisch geführten Behörden Nigers über den Erwerb der Assets der französischen Orano SA (aus der ehemaligen Areva-Gruppe hervorgegangen) aufgenommen. Laut Bloomberg habe es aber noch keine Verhandlungen gegeben.
Für Frankreich ist Niger nach Kasachstan und Australien der drittgrößte Uranlieferant. Die französische Regierung beschwichtigt. "Die Situation in Niger stellt kein Risiko für die Versorgungssicherheit Frankreichs mit natürlichem Uran dar“, sagte das Ministerium für Energiewende schon 2023 laut TV5 Monde gegenüber AFP. Zudem sind laut der Universität Haute Alsace strategische Uranvorräte in allen Verarbeitungsstufen vorhanden, die einem Verbrauch von zwei Jahren entsprechen, heißt es in einem TV5 Monde-Beitrag.
© IWR, 2026
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