Wieder deutlich überzeichnet: Großes Interesse an Ausschreibung für PV-Anlagen auf Gebäuden und Lärmschutzwänden zum 1. Juni 2024
Bonn - Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat die Ergebnisse der jüngsten Ausschreibung für Solaranlagen auf Gebäuden und Lärmschutzwänden (Solaranlagen des zweiten Segments) veröffentlicht. Gebotstermin war der 1. Juni 2024.
Der Gebotstermin war erneut deutlich überzeichnet, so dass durch den starken Wettbewerb weiterhin niedrige Zuschlagswerte erzielt werden.
Bei einer ausgeschriebenen Menge von 258 MW reichten die Bieter 162 Gebote mit einem Gebotsvolumen von 363 MW ein. Ähnlich wie bei der vorangegangenen Ausschreibung lag das Volumen der eingereichten Gebote damit um etwa 40 Prozent über dem Ausschreibungsvolumen. Durch die BNetzA bezuschlagt wurden 119 Gebote mit einer Kapazität von 259 MW.
In der Ausschreibung durften Gebote für Projekte eingereicht werden, die eine Leistung in einer Bandbreite von größer als 1 MW bis zu 20 MW aufweisen. Von den erteilten Zuschlägen gehen 78 an Gebote mit einem Gebotsvolumen bis 2 MW. Das größte Gebot hatte ein Volumen von 10 MW. Wegen Formfehlern wurden in der Ausschreibungsrunde 19 Gebote durch die BNetzA vom Verfahren ausgeschlossen.
Die im Gebotspreisverfahren ermittelten Zuschlagswerte liegen zwischen 7,95 ct/kWh und 10,19 ct/kWh. Der mengengewichtete durchschnittliche Zuschlagswert liegt bei 8,94 ct/kWh (Vorrunde: 8,92 ct/kWh). Der Höchstwert liegt mit 10,50 ct/kWh deutlich darüber.
Mit Blick auf die regionale Differenzierung gingen die meisten Zuschläge an Projekte in Nordrhein-Westfalen (34 Zuschläge, 83 MW Zuschlagsmenge), gefolgt von Niedersachsen (17 Zuschläge, 31 MW), Bayern (13 Zuschläge, 23 MW) und Baden-Württemberg (11 Zuschläge, 32 MW).
Die Veröffentlichungen der aktualisierten Gebotsrundenstatistiken werden im Nachgang erfolgen.
Die nächste Ausschreibungsrunde für Solaranlagen des zweiten Segments findet am 1. Oktober 2024 statt.
© IWR, 2026
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