Quartalsbilanz Q2 2025: Enphase Energy mit soliden Q2-Zahlen – Ausblick enttäuscht – Aktie bricht ein
Fremont, USA – Der US-amerikanische Solartechnologie-Anbieter Enphase Energy hat seine Zahlen für das zweite Quartal 2025 vorgelegt. Das Unternehmen verzeichnet zwar gegenüber dem Vorjahresquartal ein deutliches Wachstum, angesichts eines verhaltenen Ausblicks – belastet vor allem durch die politischen Rahmenbedingungen in den USA – taucht die Aktie gestern jedoch ab.
Im Q2 2025 erzielte Enphase einen Umsatz von 363,2 Mio. US-Dollar, was gegenüber dem Vorjahreszeitraum einem deutlichen Plus von fast 20 % entspricht (Q2 2024: 303,5 Mio. USD). Gestützt wurde der Umsatz nach Angaben von Enphase vor allem durch eine starke Nachfrage nach Mikroinvertern und der neuen IQ® Battery 5P™ mit FlexPhase. Das Unternehmen lieferte insgesamt rund 1,53 Mio. Mikrowechselrichter und Batteriespeicher mit einer Speicherkapazität von 190,9 MWh aus. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein deutliches Wachstum (Q2 2024: 1,40 Mio. Mikrowechselrichter; Batteriespeicher: 120,2 MWh).
Per Saldo hat Enphase nach GAAP-Standard im zweiten Quartal 2025 einen Nettogewinn von 37,05 Mio. USD erzielt, was gegenüber dem Vorjahresquartal einem Plus von 242 % entspricht (Q2 2024: 10,83 Mio. USD). Nach Non-GAAP-Berechnung lag der Nettogewinn bei 89,9 Mio. USD, was gegenüber dem Vorjahresquartal ebenfalls einem deutlichen Plus entspricht (Q2 2024: 58,82 Mio. USD). Pro Aktie verbucht Enphase nach GAAP damit einen verwässerten Gewinn von 0,28 USD je Aktie, (Q2 2024: 0,08 USD je Aktie). Gemäß Non-GAAP-Berechnung liegt der verwässerte Gewinn in Q2 2025 bei 0,69 USD je Aktie, nach 0,43 USD je Aktie im Vorjahresquartal.
Nach GAAP-Standard lag die Bruttomarge in Q2 2025 bei 46,9 % (Q2 2024: 45,2 %). Die Non-GAAP-Bruttomarge in Q1 2025 lag bei 48,6 % (Q2 2024: 47,1 %). Ohne Berücksichtigung des IRA-Steuervorteils reduzierte sich die Non-GAAP-Marge jedoch spürbar auf 37,2 % (Q2 2024: 38,3 %). Grund hierfür ist unter anderem die US-Zollpolitik, die laut Enphase die Marge um rund zwei Prozentpunkte belasteten.
Im Unterschied zum vergleichsweise guten zweiten Quartal fällt der Ausblick für das laufende Quartal schwach aus: Enphase erwartet einen Umsatzrückgang auf 330 bis 370 Mio. USD. Bei der Bruttomarge erwartet Enphase nach GAAP eine Bandbreite zwischen 41,0?% und 44,0?% (inkl. IRA-Vorteil), wobei der Einfluss neuer Zölle mit etwa drei bis fünf Prozentpunkten einkalkuliert ist. Die Non-GAAP-Bruttomarge liegt nach der Prognose zwischen 43,0 % und 46,0 % inkl. IRA-Vorteil und zwischen 33 % und 36 % ohne IRA-Vorteil, ebenfalls inklusive eines Zoll-Effekts von rund drei bis fünf Prozentpunkten.
Die enttäuschende Prognose schickt die Enphase-Aktie gestern auf Tauchstation: Im regenerativen Aktienindex RENIXX World gab das Papier von Enphase um 15,4?% auf 30,66?Euro nach (Schlusskurs, 23.07.2025, Börse Stuttgart). Im heutigen Handel erholt sich der Kurs leicht und notiert aktuell bei 31,08?Euro (+1,4?%).
© IWR, 2026
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