Reallabor Energiewende: Habeck startet Referenzprojekt wasserstofffähige Kraftwerke in der Lausitz
Spremberg - Wasserstofffähige Kraftwerke werden im Strommarkt der Zukunft eine wichtige Funktion einnehmen. Mit dem Forschungsvorhaben Referenzkraftwerk Lausitz (RefLau) bringt das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gemeinsam mit den Ländern Brandenburg und Sachsen die Energiewende in der Lausitz voran und unterstützt gleichzeitig den Strukturwandel im Braunkohlerevier.
Heute (22.02.2023) hat Wirtschaftsminister Minister Habeck mit der feierlichen Übergabe des Zuwendungsbescheids in Höhe von rund 28,5 Millionen Euro in Spreetal/Spremberg das Reallabor der Energiewende offiziell gestartet.
„Mit dem Referenzkraftwerk Lausitz fördert das BMWK ein wichtiges Reallabor, welches in der Transformation von einem Braunkohlerevier hin zu einem Energiewende-Revier einen Meilenstein markiert. Gemeinsam mit den Ländern Brandenburg und Sachsen gehen wir heute hier in der Lausitz einen Schritt in die Zukunft, einen wichtigen Schritt in Richtung Klimaneutralität", begrüßt Habeck den Projektstart.
Im Industriepark Schwarze Pumpe entsteht ein Wasserstoff-Speicherkraftwerk. Mit Hilfe von Strom aus Erneuerbaren Energien wird grüner Wasserstoff hergestellt, die Energie kann so gespeichert und bei Bedarf bereitgestellt werden. Habeck:"„Mit dem Referenzkraftwerk Lausitz entsteht ein zentrales Energieprojekt in der Lausitz. Wasserstofffähige Kraftwerke besitzen im Strommarkt der Zukunft eine wichtige Funktion, so dass mit diesem Projekt genau die richtigen Weichen für die Zukunft gestellt werden. Das Reallabor ist ein Projekt aus der Region für die Region und ein ganz wichtiger Schritt, um die Wettbewerbsfähigkeit dieses länderübergreifenden Wirtschaftsstandortes zu stärken."
Das Projekt wird von der RefLau GmbH gesteuert, bestehend aus den Industriepartnern Enertrag, Zweckverband Schwarze Pumpe und Energiequelle. Als Forschungspartner sind die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg, die Technische Universität Dresden und die Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geothermie in Bochum mit an Bord.
„Wir freuen uns, dass wir zusammen mit unseren Partnern ein Leuchtturmprojekt mit Strahlkraft für die gesamte Region und darüber hinaus verwirklichen können. In der traditionsreichen, von Bergbau und Energiegewinnung geprägten Lausitz findet nun die Energiewende statt – mit Strom aus Erneuerbaren Energien und grünem Wasserstoff“, so Enertrag Vorstand Dr. Gunar Hering. „Das RefLau bietet eine konkrete Perspektive für die Transformation der braunkohlebasierten Energieregion Lausitz. Wir freuen uns, diesen Weg mit unserem zukunftsweisenden Projekt zu begleiten", ergänzt Energiequelle Geschäftsführer Michael Raschemann.
© IWR, 2026
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