Solarausbau und Landwirtschaft: Fraunhofer ISE legt überarbeiteten Agri-PV Leitfaden vor
Freiburg - In der aktualisierten Neuauflage seines Leitfadens zur Agri-PV beleuchtet das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE zusammen mit weiteren Autoren von Institutionen wie dem Karlsruher Institut für Technologie KIT, der Universität Hohenheim oder der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf die Technologie, das Potenzial sowie den aktuellen Entwicklungsstand.
Ziel des Leitfadens ist es, Landwirtschaftsbetrieben, Kommunen und Unternehmen praktische Hinweise zur Nutzung der Agri-PV an die Hand zu geben. Neu hinzugekommen ist ein Kapitel zur Wirtschaftlichkeit und zu Geschäftsmodellen mit Agri-PV. Auch Vorschläge wie die Agri-PV weiter vorangebracht werden kann, werden vorstellt.
Mit der Agri-Photovoltaik (Agri-PV) können Landwirtinnen und Landwirte ihre bewirtschafteten Flächen doppelt nutzen. Am Boden wachsen die Kulturpflanzen, darüber oder daneben erzeugen Solarmodule Strom, ohne der Landwirtschaft wertvolle Flächen zu entziehen. Das Potenzial der Technologie ist groß: Mit rund vier Prozent der deutschen Agrarflächen und hoch aufgeständerter Agri-PV könnten nach Angaben von Fraunhofer ISE circa 500 Mrd. kWh Strom erzeugt werden, was in etwa dem heutigen Strombedarf in Deutschland entspricht.
Auch die Kosten können sich inzwischen sehen lassen. Mit Stromgestehungskosten zwischen sechs und elf Cent pro Kilowattstunde ist die Agri-PV heute durchaus konkurrenzfähig mit anderen Stromerzeugungstechnologien.
„Dass die Agri-PV in die Regelausschreibungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) aufgenommen werden soll und die Flächen nicht mehr aus der EU-Agrarförderung fallen, sind wichtige Voraussetzungen für den Ausbau der Agri-PV“, so Max Trommsdorff, Gruppenleiter Agri-Photovoltaik am Fraunhofer ISE. Bei der Ausgestaltung der EEG-Novelle erscheine es nun wichtig, dass hoch aufgeständerte Anlagen eine realistische Chance bekommen und im Wettbewerb mit herkömmlichen Freiflächenanlagen einen Zuschlag bei den Ausschreibungen erhalten.
© IWR, 2026
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Original-Pressemitteilungen Energiewirtschaft
06.04.2022



