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Verband: BSW fordert kurzfristige Weichenstellungen für schnelleren Solarausbau

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Berlin - Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) hat die Bundesregierung dazu aufgefordert, schnellstmöglich die Weichen für einen ambitionierten Ausbau der Solarenergie zu stellen. Die Energiewirtschaft benötigt endlich klare Investitionssignale. Es herrsche weitgehende Übereinstimmung, dass die inzwischen preiswerte Solarenergie deutlich stärker ausgebaut werden müsse. Gleichzeitig droht aber bereits in wenigen Monaten ein Investitionsstopp für Solarstromdächer, da ein Förderdeckel im EEG in Kürze erreicht wird. Das passt nicht zusammen, so BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig. Die Klimapolitik werde ihre Glaubwürdigkeit nur durch konkretes Handeln und die Umsetzung längst beschlossener Ziele zurückgewinnen.

Neben der Beseitigung des Solardeckels im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zählt nach BSW-Auffassung dazu mindestens eine Verdreifachung der Ausbaukorridore für Solardächer und Solarpark-Auktionen. Damit auch die Wärmewende endlich in Schwung komme, bedürfe es darüber hinaus eines zukunftsfähigen Gebäudeenergiegesetzes. "Der jüngst vorgelegte Gesetzesentwurf betoniere auch noch den jahrelangen Stillstand in der Wärmewende. Die großen Potenziale der Solarenergie für Raum- und Fernwärme verharren weiter im Tiefschlaf, wenn der Gesetzesentwurf in den Sommermonaten nicht deutlich nachgebessert wird", so Körnig. Überfällig sei insbesondere die Einführung von Mindestquoten für den Einsatz Erneuerbarer Energien auch im Falle der Heizungssanierung und bei der Fernwärme.

© IWR, 2019

24.06.2019