Versorgungsstatistik 2021: Zuverlässigkeit der Stromversorgung weiterhin hoch
Berlin - Die Zuverlässigkeit und Qualität der Stromversorgung in Deutschland hat 2021 im Vergleich zum Vorjahr zwar etwas abgenommen, ist aber nach wie vor hoch. Das geht aus den Daten hervor, die die Bundesnetzagentur (BNetzA) jetzt zu den Unterbrechungen der Stromversorgung im letzten Jahr veröffentlicht hat.
Die durchschnittliche Unterbrechungsdauer je angeschlossenem Letztverbraucher hat 2021 demnach zum ersten Mail seit 2017 wieder zugenommen und ist im Vergleich zum Vorjahr 2020 um 1,97 Minuten auf 12,7 Minuten angestiegen. Den höchsten Wert hatte die durchschnittliche Unterbrechungsdauer ausgehend von den vorliegenden Zahlen der BNetzA im Jahr 2006 mit 21,53 Minuten je Letztverbraucher.
Im Jahr 2021 hatte nach Angaben der BNetzA unter anderem ein Vorfall in einem Umspannwerk, der durch einen metallbeschichteten Ballon ausgelöst wurde, einen merklichen Anteil am Anstieg der Störungen auf der Mittelspannungsebene. Der Anstieg in der Niederspannung ist witterungsbedingt und auf das Hochwasserereignis im Ahrtal im letzten Jahr zurückzuführen.
Betreiber von Energieversorgungsnetzen berichten der Bundesnetzagentur jährlich über alle in ihren Netzen aufgetretenen Versorgungsunterbrechungen, die länger als drei Minuten dauern. Der jeweilige Bericht enthält Zeitpunkt, Dauer, Ausmaß und Ursache der Versorgungsunterbrechungen. Für das Jahr 2021 haben 850 Netzbetreiber insgesamt 166.615 Versorgungsunterbrechungen in der Nieder- und Mittelspannung übermittelt. Die Anzahl der Störungsmeldungen nahm gegenüber dem Vorjahr um etwa 4.400 Meldungen zu.
Aus allen ungeplanten Unterbrechungen, die nicht auf Ereignisse der höheren Gewalt zurückzuführen sind, ermittelt die BNetzA den sogenannten SAIDIEnWG (System Averge Interruption Duration Index), der die durchschnittliche Versorgungsunterbrechung je angeschlossenen Letztverbraucher und Spannungsebene innerhalb eines Kalenderjahres widerspiegelt. Extreme Ereignisse, wie etwa die Flutkatastrophe im Ahrtal, gelten als höhere Gewalt und fließen nicht in die Berechnung mit ein.
Eine Übersicht zu den Versorgungsunterbrechungen Strom sowie eine Übersicht über die Unterbrechungen auf Bundeslandebene ist auf der Internetseite der BNetzA veröffentlicht.
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