Vestas und Solaredge mit starken Kursbewegungen: RENIXX: Vestas stark, Solaredge schwach – beide zweistellig nach Zahlen
Münster – Im bisherigen Handelsverlauf bewegt sich der RENIXX-Aktienindex nur wenig. Am heutigen Nachmittag notiert das globale Börsenbarometer für erneuerbare Energien bei 1.201,70 Punkten, ein Plus von 0,18 Prozent (+2,18 Punkte). Die Spannweite der Einzelwerte ist jedoch deutlich ausgeprägt, insbesondere nach den Quartalszahlen von Vestas und Solaredge.
Der dänische Windkraft-Hersteller Vestas Wind Systems überzeugte im dritten Quartal 2025 mit einem Umsatz von 5,34 Mrd. Euro (+3 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal) und einer EBIT-Marge vor Sonderposten von 7,8 Prozent (Q3 2024: 4,5 Prozent). Der Auftragseingang stieg um 4 Prozent auf 4,6 GW, der kombinierte Auftragsbestand aus Windturbinen und Serviceverträgen liegt nun bei 68,2 Mrd. Euro. Das Unternehmen kündigte zudem ein Aktienrückkaufprogramm über 150 Mio. Euro an.
Für das Gesamtjahr 2025 wurde die Prognose leicht eingegrenzt: Zuvor erwartete Vestas einen Umsatz von 18–20 Mrd. Euro bei einer EBIT-Marge von 4–7 Prozent, nach Q3 wird nun ein Umsatz von 18,5–19,5 Mrd. Euro bei einer EBIT-Marge von 5–6 Prozent prognostiziert. CEO Henrik Andersen hob die starke Onshore-Projektumsetzung und die Fortschritte im Servicebereich hervor. Im Handel kletterte die Vestas-Aktie daraufhin um rund 15 Prozent.
Im Gegensatz dazu verzeichnete das US-amerikanische Unternehmen Solaredge Technologies zwischenzeitlich ein deutliches Minus. Der globale Anbieter von intelligenten Energie- und PV-Lösungen meldete für das dritte Quartal 2025 einen Umsatz von 340 Mio. USD (+18 Prozent gegenüber dem Vorquartal), erlitt jedoch weiterhin einen Non-GAAP-Nettoverlust von 18,3 Mio. USD (GAAP-Nettoverlust 50,1 Mio. USD). SolarEdge entwickelt unter anderem optimierte DC-Wechselrichter, Batteriespeicher, Ladeinfrastruktur für E-Fahrzeuge und Energiemanagementsysteme für Gebäude und Industrieanlagen. CEO Shuki Nir betonte die Fortschritte im Turnaround und wies auf neue Wachstumschancen hin, insbesondere durch die Kooperation mit Infineon zur Entwicklung hocheffizienter Solid-State-Transformatoren (SST) für AI-Datacenter.
Das überzeugte die Anleger zunächst nicht. Die Solaredge-Aktie fiel im heutigen Handel kurzzeitig um über 20 Prozent, erholte sich dann aber wieder und notiert mittlerweile nur noch wenig unter Vortagesschluss.
© IWR, 2026
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